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Ein stummer Hund will ich nicht sein

Der Apfelpfarrer Aigner im Portät

Bibliografische Daten
Autor:Holzheimer Gerd
Verlag:Allitera Verlag
Jahr:2025
Umfang:160 Seiten
ISBN:3962334947
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Kategorie:
Bayern-Literatur
Inhalt / Beschreibung

Kann man als Häftling im KZ neue Apfelsorten ziehen?

Ja. Man kann, wenn man Korbinian Aigner (1885–1966) heißt.
Zweitens: Kann man aus Versehen weltberühmt werden?
Ja. Man kann, wenn man Korbinian Aigner heißt. Und Pfarrer war, der sich in einem kleinen Dorf in der Kirche und im Religionsunterricht gegen die Nationalsozialisten gewandt hat, wofür sie ihn erst ins Gefängnis, dann ins Konzentrationslager Dachau gesperrt haben. Weil seine Liebe außer der Gemeinde auch den Obstbäumen gehörte, gelang ihm, was im Grunde gar nicht zu glauben ist: im KZ neue Apfelsorten – »KZ 1«, »KZ 2«, »KZ 3«, »KZ 4« – zu ziehen. Aus vielen Apfelkernen waren rund 120 Sämlinge entstanden, die Aigner, kein kleineres Wunder, von der SS unbemerkt aus dem Lager schmuggeln ließ.
Seit wann und von woher rührt Korbinian Aigners »Liebe zum Apfel«? Und warum wollte er, der als ältestes von elf Kindern das Erbe eines stattlichen Großbauernhofs antreten sollte, Pfarrer werden? Gerd Holzheimer entwickelt in diesem Band ein Gesamtbild der Persönlichkeit Aigners sowie von Widerstand und Überleben in dunkler Zeit.

Stichworte: Holzland, Obstbauverein, KZ Dachau, Plantage, Todesmarsch, KZ-Häftlingen, Äpfel
Personen: Aigner Korbinian, Elser Georg, Rosenobel Dapsul von