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Die Verkörperung des subversiven Künstlers im Text

Herbert Achternbuschs subjektkonstituierendes Schreiben im Frühwerk

Bibliografische Daten
Autor:Fröhlich Sebastian
Serie:bavaria. Münchner Schriften zur Buch- und Literaturgeschichte
Verlag:Allitera Verlag
Jahr:2026
Umfang:516 Seiten
ISBN:3962335145
Extras
Kategorie:
Bayern-Literatur
Inhalt / Beschreibung

Am Anfang war das Schreiben. Diese Annahme mag auf die meisten Schriftstellerkarrieren zutreffen, für Herbert Achternbuschs Gesamtkunstwerk gilt sie jedoch umso mehr: Denn Achternbusch gelangt in den 1960er-Jahren nicht nur als Schriftsteller erstmals zu breiterer öffentlicher Aufmerksamkeit, darüber hinaus gründet sich seine Poetik gerade auf der Vorstellung, gegen nicht weniger als die subjektivitätszersetzende Gesellschaft und den Tod des Individuums anzuschreiben. Dieses Drauflosschreiben dekonstruiert literarische wie diskursive Regeln und zielt auf die Verschmelzung von Körper und Wort in der Schreibbewegung ab – nicht zuletzt, um den Schreibenden als Subjekt der Gegenkultur im Text auferstehen zu lassen. Sebastian Fröhlich erarbeitet anhand von Achternbuschs ersten Veröffentlichungen, Archivdokumenten und Diskursen wie der Kritischen Theorie, Psychoanalyse oder Neoavantgarde ein analytisches Fundament, von dem aus sich die Genese von Achternbuschs medienüberschreitendem Gesamtkunstwerk als Zusammenhang beschreiben und neu entdecken lässt.

In »Bavaria. Münchner Schriften zur Buch- und Literaturgeschichte. Kleine Reihe« erscheinen Arbeiten zur Literatur in Bayern, die am Institut für Deutsche Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München entstanden sind. Waldemar Fromm ist Leiter der Arbeitsstelle für Literatur in München / Bayern, Christine Haug leitet die Studiengänge Buchwissenschaft.

Personen: Achternbusch Herbert