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Architektur und Gedächtnis

Münchens und Nationalsozialismus Strategien des Verbrechens

Bibliografische Daten
Autor:Rosenfeld Gavriel D.
Verlag:Dölling und Galitz Verlag
Jahr:2004
Umfang:612 Seiten
ISBN:3935549814
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Kategorie: Geschichte
Inhalt / Beschreibung

Wenig erforscht sind bisher die Auswirkungen der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus nach 1945 auf die Stadtentwicklung und das Stadtbild Münchens. In Auswertung bislang unbeachteten Archivmaterials beschreibt der Autor anschaulich die Planungen für den Wiederaufbau Münchens nach seiner Zerstörung, wobei er detailliert die Probleme eines historischen Wiederaufbaus der Stadt erl"utert. Ausführlich dokumentiert er die kontroversen Einstellungen der Stadtplaner zur NS-Architektur, bei denen sich rein "sthetische und ideologisch-historisch argumentierende Positionen unvers÷hnlich gegenüberstehen. Rosenfeld legt in seiner wegweisenden Untersuchung dar, dass die Debatten zwischen den so genannten Traditionalisten, Modernisten, Postmodernisten und kritischen Denkmalpflegern aber auch zeigen, dass der Umgang mit dem Nationalsozialismus nicht von Verdr"ngung, sondern vielmehr von heftigen rivalisierenden Meinungsverschiedenheiten über die Zukunft der Stadt gepr"gt waren. Gleichwohl zeichnete sich München durch einen konservativen Umgang mit seiner NS-Vergangenheit aus und dadurch, dass die Stadt bestrebt war, ihre historische Verantwortung für das ¯Dritte Reich½ abzuschw"chen.

Stichworte: Architektur, Drittes Reich, Nazionalsozialismus