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Die Villa Stuck

Bibliografische Daten
Autor:Kolber Gabriele
Verlag:Bayerische Vereinsbank
Jahr:1992
Umfang:127 Seiten
ISBN:0000000060
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Kategorie: Architektur
Inhalt / Beschreibung

»Architekten und bildende Künstler müssen

wie Könige und Götter, wie sollten sie sonst

für Götter und Könige bauen und verzieren?«

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre



Künstlerhäuser - Bauten, die bildende Künstler und Architekten für sich selbst errichten bilden ein besonders spannendes Kapitel an einem Brennpunkt der Kulturgeschichte: hier vereinen sich Kunst und Architrktur, hier verläuft die Nahtstelle zwischen Kunst und Alltag. Das Haus, mit dem sich der Künstler schon zu Lebzeiten ein Denkmal setzt, gewährt Einblicke in seine Person, sein Leben, sein Werk, seine Zeit, und es demonstriert seine Stellung innerhalb der Gesellschaft sowie seine Wertschätzung beim Publikum. Bis heute dienen Künstlerhäuser gleichermaßen als Wohnhaus und gesellschaftIicher Repräsentationsbau wie als Werkstatt und künstlerisches Experimentierfeld. Mit dem Begriff »architektonisches Selbstportait« ist das Phänomen wohl am treffendsten auf einen Nenner gebracht.



Seit der Renaissance existieren Künstlerhäuser in ganz Europa, allein in Deutschland sind viele bemerkenswerte Häuser oder ganze Künstlersiedlungen - wie die Mathildenhöhe m Darmstadt- noch heute zu besichtigen. Die Villa Stuck in München zählt zweifelsfrei zu den Höhepunkten in der Geschichte der KünstIorlhäuser.



Franz von Stuck, letzter Repräsentant der Künstlerfürsten in München, jener Stadt, die um die Jahrhundertwende noch vor dem politischen Zentrum Berlin die Kunstmetropole Deutschlands war, hinterließ mit seiner Villa ein einzigartiges Zeugnis: Architektur, Raumfolge, Innenausstattung und Möblierung - sämtliche Entwürfe stammen vom Künstler selbst- sind Teil eines übergeordneten, ausgefeilten, auf die Person des Künstlers maßgeschneiderten Bildprogramms. Daß Stuck sich auf fremdes Terrain begab und, im Gegensatz zu anderen Malern und Bildhauern, einen professionellen Architekten nur mit der Ausführung, nicht aber mit den Entwürfen betraute, zeugt von seinem Willen zum »Gesamtkunstwerk«.



Wir freuen uns, mit diesem Buch ein umfassendes Portrait dieses außergewöhnlichen Hauses vorlegen zu können. Wir wünschen der neuen Geschäftsführerin erfolgreiches Handeln bei ihren künftigen Projekten und allen Freunden und Besuchern der Villa Stuck eine anregende Begegnung mit dem Künstler und seinem Haus.



Bayerische Vereinsbank

Stichworte: Villa Stuck; Symbolismus, Kunststadt Müchen,
Personen: Stuck Franz von