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Die Verfolgung der Zeugen Jehovas in München 1933–1945

Publikation zur Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum München

Bibliografische Daten
Autor:
Verlag:Metropol-Verlag
Jahr:2018
Umfang:280 Seiten
ISBN:3863314018
Inhalt / Beschreibung

 Publikation zur Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum München



Die Zeugen Jehovas wurden als erste Glaubensgemeinschaft von den Nationalsozialisten

verboten und während der gesamten NS-Zeit rücksichtslos verfolgt. In den Konzentrationslagern

erhielten sie mit einem lila Winkel eine eigene Kennzeichnung als »Bibelforscher«. Da sie aus

Glaubensgründen den Kriegsdienst verweigerten, wurden viele von ihnen hingerichtet. Artikel 4

Absatz 3 im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland – »Niemand darf gegen sein Gewissen

zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden« – ist eine direkte Antwort auf die

Verbrechen des NS-Regimes an den Zeugen Jehovas. Obwohl deren Glaubensfestigkeit somit

einen Widerhall im Grundgesetz fand, wird ihr Schicksal in der NS-Zeit nur peripher beachtet.

In der DDR wurden die Zeugen Jehovas sogar schon 1950 wieder verboten und eingesperrt.

Eine ausdrückliche Rehabilitierung fehlt bis heute. Mit der Ausstellung und Publikation über

die Verfolgung der Münchner Zeugen Jehovas setzt das NS-Dokumentationszentrum seine

Aufklärungsarbeit über Verfolgtengruppen fort und möchte den »vergessenen Opfern« wieder

ein Gesicht, eine Biografie und einen Platz in der Stadtgeschichte geben.

Stichworte: Zeugen Johovas, KZ Dachau, lila Winkel