Geografische Daten
| PLZ / Ort | Randersacker |
|---|---|
| Gemeinde | |
| Landkreis | Würzburg |
| Regierungsbezirk | Unterfranken |
Beschreibung & Historie
Randersacker ist ein traditionsreicher Markt im unterfränkischen Landkreis Würzburg und liegt am westlichen Maindreieck, nur wenige Kilometer südlich der Stadt Würzburg. Der Ort zählt zu den bekanntesten Weinbaugemeinden Frankens und blickt auf eine über 1.200-jährige Weinbautradition zurück. Bereits im Jahr 779 wird in einer Grenzbeschreibung ein Weinberg erwähnt, was als ältester Nachweis des Weinbaus in Randersacker gilt. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1123. 1451 erhielt Randersacker das Markt- und Ratsrecht, das bis heute durch den traditionellen Fischmarkt erinnert wird.
Neben dem Weinbau prägte über Jahrhunderte der Abbau des hochwertigen Muschelkalks die wirtschaftliche Entwicklung. Der sogenannte Quaderkalk aus Randersacker wurde für zahlreiche bedeutende Bauwerke verwendet, darunter die Alte Mainbrücke in Würzburg und das Berliner Olympiastadion. Auch die Bildhauerei besitzt deshalb eine lange Tradition.
Während der Reformationszeit war Randersacker konfessionell geteilt, da Teile des Ortes unterschiedlichen Herrschaften unterstanden. Im Zuge der Säkularisation kam der Ort 1803 zu Bayern; die heutige Gemeinde entstand 1818. Seit der Gebietsreform von 1975 gehört auch Lindelbach zu Randersacker.
Heute verbindet Randersacker seinen historischen Ortskern mit einer lebendigen Weinkultur. Weinberge, historische Fachwerkhäuser, die Pfarrkirche St. Stephanus sowie zahlreiche Feste machen den Markt zu einem beliebten Ausflugsziel und zu einem bedeutenden Weinort in Franken.