Geografische Daten
| PLZ / Ort | Altötting |
|---|---|
| Gemeinde | |
| Landkreis | Altötting |
| Regierungsbezirk | Oberbayern |
Beschreibung & Historie
Altötting ist eine oberbayerische Kreisstadt und gilt als bedeutendster Marienwallfahrtsort im deutschsprachigen Raum. Die Geschichte des Ortes reicht bis ins frühe Mittelalter zurück. Bereits im 8. Jahrhundert bestand dort eine herzogliche Pfalz der Agilolfinger, später wurde Altötting unter den Karolingern zu einem wichtigen religiösen und politischen Zentrum Bayerns. König Karlmann gründete im 9. Jahrhundert ein Kloster und ließ eine Basilika errichten.
Weltbekannt wurde Altötting durch die Verehrung der Schwarzen Madonna in der Gnadenkapelle. Der Ursprung der Wallfahrt liegt im Jahr 1489, als sich nach der Überlieferung zwei Wunder ereigneten: Zwei verunglückte Kinder sollen nach Gebeten vor dem Marienbild wieder zum Leben erweckt worden sein. Die Nachricht verbreitete sich rasch entlang wichtiger Handelswege, wodurch Altötting zu einem bedeutenden Pilgerort Europas wurde. Bis heute besuchen jährlich Hunderttausende Gläubige die Kapelle.
Die Gnadenkapelle zählt zu den wichtigsten Heiligtümern Bayerns. In ihrem Inneren befinden sich zahlreiche Votivtafeln sowie die Herzurnen bayerischer Herrscher, darunter jene von König Ludwig II. Die heutige Kapelle entstand aus einem frühmittelalterlichen Zentralbau und wurde später mehrfach erweitert.
Neben der Gnadenkapelle prägen die barocke Basilika St. Anna, das Kapuzinerkloster St. Konrad und der weitläufige Kapellplatz das Stadtbild. Bedeutende Persönlichkeiten wie Papst Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI. besuchten den Wallfahrtsort. Benedikt XVI., der unweit von Altötting geboren wurde, war dem Ort besonders verbunden.