Tuntenhausen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim mit rund 57 Ortsteilen und einer langen Geschichte. Der Ortsname geht vermutlich auf einen bajuwarischen Siedler namens Tunto oder Tunti zurück. Bereits um das Jahr 1000 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Besonders bekannt ist Tuntenhausen als bedeutender Wallfahrtsort in Altbayern. Die Marienwallfahrt besteht seit dem 15. Jahrhundert und zieht bis heute zahlreiche Pilger aus Bayern und Tirol an. Mittelpunkt des religiösen Lebens ist die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, eine der ältesten Frauenkirchen Altbayerns.
Die Gemeinde ist ländlich geprägt und liegt in einer hügeligen Voralpenlandschaft zwischen München und Rosenheim. Wälder, Moore und landwirtschaftliche Flächen bestimmen das Ortsbild. Zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten zählen neben der Wallfahrtskirche auch das ehemalige Augustinerchorherrenstift Beyharting, mehrere historische Dorfkirchen sowie Schloss Maxlrain.
Historisch war Tuntenhausen eng mit kirchlichen Institutionen verbunden. Nach der Säkularisation entstanden mehrere selbstständige Gemeinden, die später im Rahmen der Gebietsreform zusammengelegt wurden. Heute ist Tuntenhausen vor allem als Wallfahrtsort, Wohngemeinde und durch das gesellschaftliche Leben seiner zahlreichen Ortsteile bekannt. Der Gemeindeteil Ostermünchen besitzt einen Bahnhof an der Bahnstrecke München–Rosenheim und bildet den wichtigsten Verkehrsknotenpunkt der Gemeinde.