| Regierungsbezirk | Schwaben |
|---|---|
| Landkreis | Dillingen an der Donau |
| Ort | 89420 Höchstädt an der Donau |
| Straße | Herzogin-Anna-Straße 52 |
| Wikipedia | Schloss_Höchstädt |
| Suchbegriffe | Schloss Höchstädt, Spätrenaissance |
| Personen | Spätrenaissance |
Beschreibung
Das Schloss Höchstädt in Höchstädt an der Donau zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der deutschen Spätrenaissance.
Es wurde zwischen 1589 und 1603 im Auftrag von Pfalzgraf Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg errichtet. Der dreigeschossige Rechteckbau mit über 120 Zimmern besitzt markante Zwerchgiebel, Treppentürme sowie vier runde Ecktürme. In die Anlage wurde der gotische Bergfried eines Vorgängerbaus integriert. Das Schloss diente ab 1615 als Witwensitz für die Pfalzgräfin Anna von Jülich-Kleve-Berg. Da sie – im Gegensatz zu ihrem Sohn – am protestantischen Glauben festhielt, zeugt die erhaltene Ausmalung der Schlosskapelle noch heute von ihrer Konfession.
Später wurde das Gebäude als Amtsgericht, Gefängnis und während der NS-Zeit vom Reichsarbeitsdienst genutzt. 1944 diente es dem „Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg“ als riesiges Depot für geraubte Kulturgüter aus Osteuropa.
Nach einer umfassenden Restaurierung ab den 1980er Jahren durch die Bayerische Schlösserverwaltung hat sich das Schloss zu einem lebendigen Kulturzentrum entwickelt. Es beherbergt heute Veranstaltungsräume, eine Dauerausstellung zur geschichtsträchtigen Zweiten Schlacht bei Höchstädt (1704) sowie das „Museum Deutscher Fayencen“.