| Regierungsbezirk | Oberbayern |
|---|---|
| Landkreis | Dachau |
| Ort | Haimhausen |
| Straße | Hauptstraße |
| Wikipedia | Schloss_Haimhausen |
Beschreibung
Das Schloss Haimhausen gehört zu den bedeutenden Rokokoanlagen Oberbayerns und prägt bis heute das Ortsbild der Gemeinde Haimhausen im Landkreis Dachau. Die Ursprünge des Schlosses reichen bis ins Mittelalter zurück; erstmals wurde die Anlage 1281 als „castrum“ erwähnt. Nach mehreren Besitzerwechseln gelangte Haimhausen im späten 16. Jahrhundert an die Familie Viehbeck, die später zu Grafen von Haimhausen erhoben wurde.
Das heutige Schloss entstand nach einem Brand ab 1660 neu und wurde zwischen 1743 und 1749 durch den berühmten Architekten François de Cuvilliés d. Ä. im Stil des Rokoko umgestaltet. Besonders bekannt ist die prachtvolle Schlosskapelle St. Salvator mit Stuckarbeiten der Künstlerfamilie Verhelst und Deckengemälden von Johann Georg Bergmüller. Auch das Treppenhaus und der Festsaal zählen zu den bedeutenden erhaltenen historischen Räumen.
Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Schloss mehrfach den Besitzer. Ende des 18. Jahrhunderts ging es an die Familie Butler-Haimhausen über. Im 19. Jahrhundert wurde die Anlage von Eduard James Haniel umfassend restauriert und mit einem englischen Landschaftspark ergänzt. Viele Innenräume erhielten damals eine neugestaltete Ausstattung im Stil des Zweiten Rokoko.
Seit 1997 befindet sich Schloss Haimhausen im Besitz der Bavarian International School, die dort einen Schulcampus betreibt. Das Schloss selbst ist nicht öffentlich zugänglich, allerdings finden in der historischen Schlosskapelle weiterhin regelmäßig Gottesdienste statt.