| Regierungsbezirk | Niederbayern |
|---|---|
| Landkreis | Passau |
| Ort | 94496 Ortenburg |
| Straße | Vorderschloß 1 |
| Wikipedia | Schloss_Ortenburg |
| Internet | http://www.schloss-ortenburg.de/ |
| Suchbegriffe | Schloss Ortenburg |
Beschreibung
Schloss Ortenburg ist das historische Residenzschloss der ehemaligen reichsunmittelbaren Grafschaft Ortenburg im Landkreis Passau. Die Ursprünge der Anlage reichen bis ins Jahr 1120 zurück, als Graf Rapoto I. von Ortenburg auf einem Hügel über dem Wolfachtal eine Höhenburg errichten ließ. Aufgrund ihrer strategischen Bedeutung wurde die Burg mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, unter anderem nach Konflikten mit den Grafen von Bogen und den Herzögen von Österreich.
Nach schweren Schäden im Landshuter Erbfolgekrieg ließ Joachim von Ortenburg zwischen 1562 und 1575 das heutige Renaissance-Schloss errichten. Gleichzeitig führte er 1563 die Reformation in seiner Grafschaft ein. Das Schloss erhielt dabei seine bis heute erhaltene unregelmäßige Vierflügelanlage mit trapezförmigem Innenhof. Besonders prächtig sind die reich verzierten Renaissance-Holzdecken, der Rittersaal sowie die kunstvollen Wandmalereien mit mythologischen Motiven.
Im 17. Jahrhundert erweiterten die Grafen Friedrich Casimir und Christian die Anlage um repräsentative Säle, eine Schlosskapelle und einen italienisch inspirierten Ziergarten. Nach der Mediatisierung 1806 verlor das Schloss seine Funktion als Residenz und wurde zeitweise als Kornspeicher genutzt. Erst umfangreiche Renovierungen ab den 1970er Jahren bewahrten die Anlage vor dem Verfall.
Heute gehört das Schloss der Marktgemeinde Ortenburg. Teile der Anlage sind als Museum, Gaststätte und Veranstaltungsort öffentlich zugänglich. Der ehemalige Schlossgarten dient heute als Wildpark, in dem regelmäßig Ritterspiele und kulturelle Veranstaltungen stattfinden.