| Regierungsbezirk | Oberpfalz |
|---|---|
| Landkreis | Cham |
| Ort | Chameregg |
| Wikipedia | Burgruine_Chameregg |
| Suchbegriffe | Burgruine Chameregg |
Beschreibung
Die Burgruine Chameregg, auch Ödenturm oder Eulenturm genannt, ist eine mittelalterliche Höhenburg im heutigen Chamer Stadtteil Chameregg in der Oberpfalz. Sie gilt als das älteste erhaltene Gemäuer der Region und entstand vermutlich zwischen 1193 und 1199 zur Zeit der Diepoldinger. Die Burg war Teil des äußeren Befestigungsrings der Burg Cham und diente als romanischer Wohnturm.
Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Anlage häufig den Besitzer. Zu den bedeutenden Besitzerfamilien gehörten die Chamerauer, Pollinger, Uttinger, Pelkofer, Kellner, Kagerer sowie die Herren von Schönbrunn und die Schrenck von Notzing. Später ging die Hofmark an das Kollegiatstift St. Jakob und Tiburtius in Straubing über. Im 19. Jahrhundert befand sich Chameregg im Besitz der Freiherrn von Hallberg.
Mit den zahlreichen Besitzerwechseln begann auch der Verfall der Burganlage. Wann die Burg endgültig zerstört wurde, ist nicht genau bekannt. Nachgewiesen ist jedoch eine größere Brandkatastrophe. Eine Verbindung der Zerstörung mit den Hussitenkriegen wird vermutet, konnte aber nicht belegt werden.
Heute sind nur noch Reste der mittelalterlichen Anlage erhalten, insbesondere Teile des Bergfrieds mit Buckelquadermauerwerk. Die Burgruine steht unter Denkmal- und Bodenschutz und befindet sich seit 1900 im Besitz des Bayerischen Wald-Vereins, der sich um ihren Erhalt kümmert. Sie ist ein bedeutendes Zeugnis der mittelalterlichen Geschichte der Oberpfalz.