| Regierungsbezirk | Oberpfalz |
|---|---|
| Landkreis | Amberg-Sulzbach |
| Ort | Hohenburg |
| Wikipedia | Burgruine_Ro%C3%9Fstein |
| Internet | http://burgenseite.de/html/rossstein.html |
| Suchbegriffe | Burgruine Rossstein |
Beschreibung
Die Burgruine Roßstein ist eine spätmittelalterliche Höhenburg im Naturpark Hirschwald bei Hohenburg in der Oberpfalz. Sie liegt auf einem Bergsporn über dem Taubenbachtal nahe dem Weiler Spieshof und ist heute frei zugänglich. Die Burg entstand vermutlich Anfang des 14. Jahrhunderts und wurde wahrscheinlich von Konrad Erlheimer erbaut, der sich ab 1331 nach der Burg „von Roßstein“ nannte.
Der Name Roßstein leitet sich vom althochdeutschen Wort für Pferd ab und verweist auf die ritterliche Bedeutung der Burg. Ihre wichtigste Aufgabe bestand vermutlich darin, wichtige Handels- und Heerstraßen sowie die Grenzgebiete zwischen der Pfalz, Bayern und der Herrschaft Hohenburg zu sichern.
Im Jahr 1357 gelangte die Burg durch Heirat an die Familie Punzinger. Während einer Fehde mit der Stadt Regensburg nahm Georg Punzinger angeblich Räuber auf der Burg auf, die Kaufleute überfielen. Deshalb wurde die Burg 1411 von Regensburger Truppen in Brand gesteckt und schwer beschädigt. Anschließend ließ Andreas Punzinger die Anlage erneuern.
Im Laufe des 15. Jahrhunderts verlor die Familie jedoch das Interesse an der abgelegenen Burg und verlagerte ihren Wohnsitz in bequemere Herrschaftssitze. Nach 1490 fiel die Burg an die Kurpfalz. 1550 zerstörte ein weiterer Brand die Anlage endgültig. Die Ruine wurde später als Steinbruch für den Bau des heutigen Spieshofes genutzt.
Heute sind noch der restaurierte Wohnturm sowie weitere Mauerreste der Oberburg erhalten. Von der ehemaligen Unterburg zeugen nur noch Wälle und Gräben. Die Ruine gilt als bedeutendes Bau- und Bodendenkmal der Oberpfalz.