| Regierungsbezirk | Oberbayern |
|---|---|
| Landkreis | Bad Tölz-Wolfratshausen |
| Ort | Lengries |
| Wikipedia | Schloss_Hohenburg_(Lenggries) |
| Suchbegriffe | Schloss Hohenburg |
Beschreibung
Das Schloss Hohenburg in Lenggries (Oberbayern) ging aus einer mittelalterlichen Höhenburg hervor, die ab etwa 1100 der strategische Mittelpunkt der Herrschaft Hohenburg im Isarwinkel war. Zu den bedeutendsten frühen Besitzern gehörten die Herren von Thann und die reich begüterten Grafen von Herwarth.
Nachdem die alte Burg 1705 im Spanischen Erbfolgekrieg schwer beschädigt und 1707 durch einen Brand völlig zerstört worden war, ließ Graf Ferdinand Joseph von Herwarth zwischen 1712 und 1718 wenige hundert Meter weiter talwärts ein neues, repräsentatives Barockschloss errichten.
Im 19. Jahrhundert erlebte das Schloss eine glanzvolle Ära als Fürstenresidenz: 1836 erwarb es Fürst Karl Emich zu Leiningen, 1857 schließlich Herzog Adolf von Nassau, der spätere Großherzog von Luxemburg. Unter der nassauischen Herrschaft wurde das Schloss im klassizistischen Stil modernisiert und ein weitläufiger englischer Landschaftspark angelegt.
Nach dem Ersten Weltkrieg verkaufte das luxemburgische Königshaus die Anlage. Seit 1953 befindet sich das Schloss im Besitz der katholischen Kirche und beherbergt die Erzbischöflichen St.-Ursula-Schulen (Realschule und Gymnasium). Eine Innenbesichtigung ist daher im Alltag nicht möglich, der sehenswerte Schlosspark hingegen ist öffentlich zugänglich.