| Regierungsbezirk | Schwaben |
|---|---|
| Landkreis | Aichach-Friedberg |
| Ort | Unterwittelsbach |
| Wikipedia | Wasserschloss_Unterwittelsbach |
| Suchbegriffe | Wasserschloss Unterwittelsbach, Sisi-Schloss, Sisi-Museum |
| Personen | Herzog Max in Bayern |
Beschreibung
Das Wasserschloss Unterwittelsbach in Aichach, im Volksmund auch als Sisi-Schloss bekannt, ist ein ehemaliges Jagdschloss des Herzogs Max in Bayern. Zu dem historischen Anwesen gehört zudem die neugotische katholische Schlosskapelle Sankt Ulrich, Afra und Jungfrau Maria.
Die erste urkundliche Erwähnung einer Burg an diesem Platz datiert auf das Jahr 1126. Nach verschiedenen Eigentümern, wie den Grafen von Sandizell und den Herren von Burgau, erwarb im Jahr 1533 das Augsburger Kloster St. Ulrich und Afra den Besitz. Benediktinermönche gaben dem Wasserschloss ab 1537 seine heutige Gestalt. Über den Kurfürsten Karl Theodor und die Familie von Link gelangte die Anlage schließlich 1838 in den Besitz von Herzog Max in Bayern. Er schätzte das Schloss als ruhigen Rückzugsort fernab des Trubels der bayerischen Staatsgeschäfte und nutzte es als Jagdschloss. Berühmt wurde das Gebäude vor allem durch die herzogliche Tochter Elisabeth, die spätere Kaiserin von Österreich-Ungarn, die hier unbeschwerte Kindheitstage verbrachte.
Bis zum Jahr 1955 verblieb das Schloss im Besitz der herzoglichen Familie, diente jedoch ab 1940 als Notunterkunft für Flüchtlinge. Nach wechselnden privaten Eigentümern wurde es von 1977 bis 1999 als Haupthaus einer Einrichtung zur Erziehungshilfe für Jugendliche genutzt. Im Jahr 1999 kaufte schließlich die Stadt Aichach das historische Anwesen. Nach einer umfassenden Restaurierung wurde das Wasserschloss wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und beherbergt heute ein Sisi-Museum mit alljährlich wechselnden Sonderausstellungen.