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Wallfahrtskirche Gartlberg

RegierungsbezirkNiederbayern
LandkreisRottal-Inn
Ort
Wikipedia Wallfahrtskirche_Gartlberg
Suchbegriffe Wallfahrtskirche Gartlberg
Beschreibung
<h3>Geschichte der Wallfahrtskirche&nbsp;Gartlberg</h3> <p>1. Patrozinium: Auferstehung (Ostern);<br /> 2. Patrozinium: Schmerzhafter Freitag</p> <p>Schon nach dem 30jährigen Krieg (vermutlich&nbsp;bereits auch vorher) wird in der Karwoche auf&nbsp;dem Gartlberg die Passion gespielt. Im März&nbsp;1659 heftet der Pfarrkirchner Wolfgang&nbsp;Schmierdorfer sein Marienbild beim Spielort an&nbsp;einen Baum. Dieses auf Kupferblech gemalte&nbsp;Vesperbild hatte er 1634 in Regensburg gegen&nbsp;einen Laib Käse eingetauscht. Der große Zulauf&nbsp;zum Passionsspiel und erste wundersame&nbsp;Errettungen lassen dieses Bild schnell bekannt&nbsp;werden. Mit den eingehenden Spenden wird schon&nbsp;in August 1659 ein „Hl. Grab" errichtet. Damit erhielt Pfarrkirchen einen&nbsp;Kalvarienberg.</p> <p>1661 -1669 erbaut der aus Graubünden stammende Dominikus Christoph Zuccali die&nbsp;zweitürmige Kirche über dem <span style="line-height: 20.7999992370605px;">„Hl. Grab"</span>, 1677 verlegt Carl Anton Carlone das <span style="line-height: 20.7999992370605px;">„Hl. Grab"</span> hinter den Hochaltar. 1687 malt Franz Ignatius Bendl das&nbsp;Auferstehungsbild&nbsp;als Hochaltarbild. 1687 (16.11.) kommt das Gnadenbild in die Kirche&nbsp;1688 (11./12.7.) weiht&nbsp;Weihbischof Johann Maximus Steiner, Passau, die neue&nbsp;Auferstehungskirche</p> <p>1689 gestalten Johann Baptist Carlone und Paul Allio (d'Aglio) das Chorgewölbe, und<br /> malt Carl Adam, Passau, die Motive zum „Vater unser", 1692 fertigt Wolf Stadler,<br /> Arnstorf, die Kanzel.</p> <p>1713 ergänzt Georg Josef Paader, München, den Hochaltar mit vier&nbsp;Stuckmarmorsäulen und errichtet die Seitenaltäre; Ehrgott Bernhard Bendl,&nbsp;Augsburg, dekoriert das Langhausgewölbe, Johann Paul Vogl, Braunau, und Johann&nbsp;Eustach Kendlpacher, München, malen die Fresken („Credo"). 1888 liefert Sebastian&nbsp;Höfele, Pfarrkirchen, den jetzigen Hochaltar</p> <p>Die Franziskaner fördern ab 1660 den Portiunkula-Ablaß. Mitte des 18. Jh. strömen&nbsp;deswegen Anfang August Tausende&nbsp;zum Gartlberg. Die Säkularisation 1802 bringt die&nbsp;Wallfahrt fast ganz zum Erliegen; das können auch die Benefiziaten, die seit 1748&nbsp;neben der Kirche wohnen, nicht verhindern. 1921 lösen die Salvatorianer sie ab. Ihre&nbsp;Akzente sind der monatliche Wallfahrtstag, die Mainovene, der „Tagesbeichtstuhl",&nbsp;die tägliche Messfeiern und der Wallfahrtsrosenkranz.</p> <p>1806 verlegen die Pfarrkirchner den Friedhof auf den Gartlberg - ein weiterer Grund,&nbsp;in der Wallfahrtskirche Trost zu suchen.</p> <p>Die letzte Renovierung 2007 - 2009 (Reinigung) lässt die Kirche in neuem Glanz&nbsp;erstrahlen.&nbsp;Rund 1,1 Millionen Euro kostete die Innenrenovierung der Wallfahrtskirche. Knapp&nbsp;350.000 Euro erforderte die Außenrenovierung.<br /> Diese Maßnahmen waren nur möglich durch die großzügige Unterstützung der Diözese&nbsp;Passau (incl. Zuschuss Landesamt für Denkmalpflege) mit rund zwei Drittel der&nbsp;Baukosten, der Kirchenverwaltung der Kirchenstiftung Gartlberg, dem Wallfahrts-&nbsp;und Förderverein Gartlberg, sowie der Stadt Pfarrkirchen und den vielen privaten&nbsp;Spenderinnen und Spendern. Stellvertretend für die vielen Spender sollen hier drei&nbsp;große Gönner genannt werden: Bürgermeister Georg Riedl, Franz Stüwe und Franz&nbsp;Schiller.</p> <p>P. Josef Mayer, SOS, Kirchenrektor<br /> Bauleitung Rudolf Oettl und Gerhard Gruber</p> <p><em>Quelle: Infoltafel in der Kirche</em></p> <p>&nbsp;</p>