| Regierungsbezirk | Niederbayern |
|---|---|
| Landkreis | Rottal-Inn |
| Ort | Pfarrkirchen |
| Straße | Gartlbergstraße |
| Wikipedia | Wallfahrtskirche_Gartlberg |
| Suchbegriffe | Wallfahrtskirche Gartlberg |
Beschreibung
Die Wallfahrtskirche Mariä Hilf auf dem Gartlberg ist das markante Wahrzeichen der niederbayerischen Kreisstadt Pfarrkirchen. Sie thront weithin sichtbar auf einer Anhöhe über dem Rottal und zählt zu den bedeutendsten Barockbauten der Region. Die Entstehung der Wallfahrt geht auf das 17. Jahrhundert zurück, nachdem Berichte über Wunderheilungen an einem dort aufgestellten Marienbild einen massiven Pilgerstrom auslösten.
Der heutige Prachtbau wurde zwischen 1661 und 1715 nach Plänen des italienischen Baumeisters Domenico Zuccalli errichtet. Besonders charakteristisch ist die Doppelturmfassade, die der Kirche ein herrschaftliches Aussehen verleiht. Das Innere der Kirche ist ein Juwel des italienisch geprägten Barock. Die überaus prächtige Stuckierung stammt von Giovanni Battista Carlone und seinen Söhnen, während die beeindruckenden Deckenfresken Szenen aus dem Marienleben und der Heilsgeschichte darstellen.
Zentraler Anziehungspunkt für die Gläubigen ist der Hochaltar mit dem Gnadenbild „Maria Hilf“, einer Kopie des berühmten Werkes von Lucas Cranach dem Älteren. Neben der künstlerischen Ausstattung ist die Anlage durch die angrenzenden Kapellen und den Kreuzweg baugeschichtlich bedeutsam. Lange Zeit wurde die Wallfahrt von den Salvatorianern betreut, die im benachbarten Kloster lebten. Heute ist die Kirche nicht nur ein geistliches Zentrum für Pilger, sondern auch ein herausragendes Denkmal sakraler Baukunst, das die barocke Frömmigkeit Altbayerns eindrucksvoll repräsentiert.