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Holzkapelle „Mariä Heimsuchung“ (Reinthal)

RegierungsbezirkOberbayern
LandkreisWeilheim-Schongau
Ort Reinthal
Suchbegriffe Holzkapelle
Beschreibung
<p>Reinthal den 25.10.2000</p> <h3>Die Geschichte des Reinthalers Kirchlein - ein Kleinod im Pfaffenwinkel</h3> <p>Zwischen Habach und Obersöchering (Landkreis Weüheim/Schongau) steht in dem Weiler&nbsp;Reinthal ein in Bayern seltenes&nbsp;Bauwerk, eine Holzkapelle aus dem 18. Jahrh... Nach&nbsp;umfangreichen Renovierungsarbeiten präsentiert sie sich dem Besucher als Kleinod&nbsp;besonderer Art.</p> <p>Urkundlich ist die Kapelle erstmals 1734 erwähnt. Wie alt tue jedoch ist, kann nicht mit&nbsp;Bestimmtheit gesagt werden. Sicher ist dass sie dort, wo sie heute steht, nicht erbaut wurde.&nbsp;Um 1780 wurde die Peter und Paulkirche in Obersöchering neue aufgebaut. Die Bauern aus&nbsp;Reinthal hatten damals viel Spanndienste geleistet. Als Belohnung erhielten sie zwei gotische&nbsp;Figuren St. Peter u. Paul sowie die die ganz vorderen Kirchenplätze. Die zwei Figuren&nbsp;gehören seitdem zum Inventar der Kapelle.</p> <p>1803 war die Säkularisation. Die Kapelle wurde nach Egenried gebracht und dort versteckt,&nbsp;um sie vor dem Zugriff des Stattes zu retten. Nach der Säkularistion&nbsp;der Kirche. Der Riederchaften aus Reinthal und Habaching kamen Kirchlich zur Pfarrei Habach. Die Kapelle kam zurück an ihren alten Platz in Reinthal.<br /> Bei der Arretierung (nach den 1. Weltkrieg) kam die Kapelle in den Besitz des&nbsp;Landwirtschaftlichen Anwesen Reinthal 2.</p> <p>Seit Generationen kümmerten sich die Familien Panholzer, auf deren Grund die Kapelle steht,&nbsp;um den Erhalt des&nbsp;Bauwerks. Sie nahmen selbst immer wieder kleine Ausbesserungsarbeiten&nbsp;vor. Im Laufe der Jahrzehnte wurden die Schäden jedoch immer größer. Habachs Pfarrer&nbsp;Friedemann Fichtel setze alle Hebel in Bewegung, um das kleine Gotteshaus vor den Verfall&nbsp;zu retten . Viel Unterstützung erhielt er vom Pfarrgemeinderat, von der Familie und vom<br /> Landesamt für Denkmalpflege. 10 Jahre lang bemühten sich die Familie Panholzer sowie Herr&nbsp;Gabriel vom Lanuratsamt WM-SOG um die Beschaffung der Geldmittel.<br /> 1993 konnte mit der Renovierung begonnen werden.<br /> Nun erstrahlt das kleine Gotteshaus wieder in neuem Glanz. Von außen ist es ein schlichter&nbsp;Holzbau, und niemand vermutet im Innern ein solches Kleinod.</p> <p><em>Farn. Panholzer</em></p>