| Regierungsbezirk | Oberfranken |
|---|---|
| Landkreis | Forchheim |
| Ort | Forchheim |
| Wikipedia | St._Martin_(Forchheim) |
Beschreibung
Die katholische Pfarrkirche St. Martin in Forchheim zählt zu den ältesten und bedeutendsten Kirchen Oberfrankens. Ihre Ursprünge reichen bis in die karolingische Zeit zurück. Sie entstand aus der Eigenkapelle eines königlichen Hofes, in dem unter den Karolingern und Ottonen mehrere Reichssynoden stattfanden. Dadurch spielte die Kirche bereits im frühen Mittelalter eine wichtige religiöse und politische Rolle.
Um 1200 wurde die ursprüngliche Königskirche durch eine spätromanische Anlage ersetzt. Von diesem Bau sind noch Teile des Querschiffs und die Krypta erhalten. Im 14. Jahrhundert erfolgte der Ausbau zur hochgotischen Basilika. Charakteristisch sind das große Langhaus, der hohe Chor und der markante Turm, dessen heutige Form seit etwa 1670 besteht. Später erhielt die Kirche barocke Veränderungen und reich verzierte Seitenschiffe.
1354 wandelte der Bamberger Bischof Leopold von Bebenburg die Kirche in ein Kollegiatstift um. Mit der Säkularisation 1803 wurde das Stift aufgelöst und St. Martin zur Pfarrkirche.
Im Inneren beeindruckt die Kirche durch ihre Mischung aus Romanik, Gotik und Barock. Sehenswert sind die Gewölbe, die Stuckarbeiten sowie die große Orgel mit 36 Registern. Auch das historische Geläut mit teils jahrhundertealten Glocken besitzt kulturgeschichtliche Bedeutung.