| Regierungsbezirk | Niederbayern |
|---|---|
| Landkreis | Landshut |
| Ort | Vilsbiburg |
| Wikipedia | Wallfahrtskirche_Maria_Hilf_(Vilsbiburg) |
| Suchbegriffe | Wallfahrtskirche |
Beschreibung
Die römisch-katholische Wallfahrtskirche Maria Hilf in Vilsbiburg (Niederbayern) ist eine bedeutende barocke Saalkirche, die unweit der Vils auf einer Anhöhe liegt. Sie bildet zusammen mit dem ehemaligen Kapuzinerkloster ein markantes Ensemble und ist bis heute ein wichtiges religiöses Zentrum der Region.
Die Ursprünge der Wallfahrt gehen auf das frühe 17. Jahrhundert zurück, als während der Wirren des Dreißigjährigen Krieges und einer Pestepidemie die Verehrung eines Maria-Hilf-Gnadenbildes (nach dem berühmten Vorbild von Lucas Cranach dem Älteren) einsetzte. Wegen des enormen Zulaufs der Gläubigen wurde ab 1686 mit dem Bau der heutigen, stattlichen Kirche begonnen, die 1703 feierlich geweiht werden konnte. Für die Betreuung der Wallfahrt wurden Kapuzinerpatres an den Ort gerufen, die bis zum Jahr 2013 dort wirkten; heute wird die Seelsorge von den Salesianern Don Boscos weitergeführt.
Architektonisch besticht das Gotteshaus durch seine harmonische Barockgestalt mit einem eleganten Zwiebelturm. Im prachtvoll ausgestatteten Innenraum zieht vor allem der mächtige Hochaltar die Blicke auf sich, der das zentrale Gnadenbild einrahmt. Zahlreiche Votivtafeln im Kirchenraum zeugen eindrucksvoll von der jahrhundertelangen Tradition der Gebetserhörungen und der tiefen Verwurzelung der Wallfahrt in der Bevölkerung.