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Wallfahrtskirche Grongörgen (Grongörgen)

RegierungsbezirkNiederbayern
LandkreisPassau
Ort Grongörgen
Suchbegriffe Wallfahrt
Beschreibung

Die römisch-katholische Wallfahrtskirche St. Leonhard im Haarbacher Ortsteil Grongörgen gehört zum Bistum Passau und zählt zu den wertvollsten spätgotischen Landkirchen Niederbayerns. Das imposante Bauwerk wurde im Auftrag des Prämonstratenserstiftes St. Salvator errichtet. Zwei historische Steintafeln belegen, dass Meister Thamann aus Braunau den Bau 1460 begann und 1472 vollendete. Das ursprüngliche Patrozinium war dem heiligen Papst Gregor dem Großen geweiht, dessen Name sich im Laufe der Zeit im heutigen Ortsnamen Grongörgen niederschlug. Nachdem die Gregorswallfahrt zurückgegangen war, führten die Mönche eine neue Wallfahrt zum Viehpatron St. Leonhard ein.

Architektonisch dominiert ein ungewöhnlich massiver Westturm das Ortsbild, der fast die gesamte Breite des vierschiffigen Langhauses einnimmt. Im Inneren besticht die Saalkirche durch ein kunstvolles Netzgewölbe und eine farbige Raumfassung mit imitierter Quaderung sowie Wappen regionaler Adelsgeschlechter und Bischöfe. Einzigartig sind die gut erhaltenen künstlerischen Spuren: Über dem Chorbogen befindet sich ein spätgotisches Kruzifix-Fresko, zudem sind wertvolle, vermutlich in Landshut gefertigte Glasmalereien in zehn Scheiben erhalten.

Der barocke Hochaltar von 1718 zeigt ein Gemälde des heiligen Gregor. Während die Seitenaltäre Figuren des Gregor und Leonhard tragen, besitzt die Kirche eine historische Orgel von Georg Adam Ehrlich aus dem Jahr 1845. Vier ehemals zur Kirche gehörende Tafelbilder des spätgotischen Altarretabels befinden sich heute im Bayerischen Nationalmuseum in München.