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KZ-Außenlager Obertraubling (Obertraubling)

RegierungsbezirkNiederbayern
LandkreisPassau
Ort Obertraubling
Standort 0
Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/KZ-Außenlager_Obertraubling
Suchbegriffe KZ-Außenlager
Beschreibung

Das KZ-Außenlager Obertraubling befand sich während des Zweiten Weltkriegs südöstlich von Regensburg auf dem Gelände des damaligen Messerschmitt-Flugplatzes bei Obertraubling in Bayern. Es war ein Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg und bestand von Februar 1945 bis April 1945. Trotz seiner kurzen Existenz zählt es zu den besonders grausamen Lagern der Endphase des nationalsozialistischen Regimes.

Im Lager waren überwiegend jüdische Häftlinge aus verschiedenen europäischen Ländern interniert. Viele von ihnen waren zuvor bereits in anderen Konzentrationslagern inhaftiert gewesen. Die Gefangenen mussten unter extrem schlechten Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Ihr Einsatz erfolgte hauptsächlich bei Aufräum- und Bauarbeiten auf dem stark bombardierten Flugplatzgelände der Messerschmitt-Werke, wo Kampfflugzeuge produziert und repariert wurden.

Die Lebensbedingungen im Lager waren katastrophal. Die Häftlinge litten unter Hunger, Krankheiten, Misshandlungen und unzureichender Unterkunft. Medizinische Versorgung gab es kaum. Zahlreiche Menschen starben an Erschöpfung oder infolge der brutalen Behandlung durch die Wachmannschaften.

Im April 1945 wurde das Lager angesichts des Vorrückens amerikanischer Truppen aufgelöst. Viele Häftlinge wurden auf Todesmärsche geschickt. Zahlreiche Gefangene überlebten diese Transporte nicht mehr.

Heute erinnert eine Gedenkstätte in Obertraubling an das Außenlager und an die Opfer des Nationalsozialismus. Informationstafeln und Gedenkzeichen dokumentieren die Geschichte des Lagers und mahnen zur Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit. Das ehemalige Lager gilt heute als wichtiger Erinnerungsort der regionalen Zeitgeschichte.

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