| Regierungsbezirk | Oberfranken |
|---|---|
| Landkreis | Hof |
| Ort | Lichtenberg |
| Wikipedia | Friedrich-Wilhelm-Stollen |
Beschreibung
Der Friedrich-Wilhelm-Stollen ist ein historisches Bergwerk und heutiges Besucherbergwerk bei Lichtenberg im Frankenwald. Er wurde ab 1793 auf Initiative von Alexander von Humboldt geplant und 1831 fertiggestellt. Namensgeber war der preußische König Friedrich Wilhelm II.
Der rund 975 Meter lange Stollen diente vor allem als Wasserlösungsstollen zur Entwässerung umliegender Gruben, insbesondere der Lichtenberger Friedensgrube. Gleichzeitig wurden Eisen- und Kupfererze abgebaut; weitere Mineralien wie Blei-, Nickel- und Flussspatvorkommen spielten ebenfalls eine Rolle.
1857 wurde der Bergwerksbetrieb zunächst eingestellt, später kurzzeitig wieder aufgenommen. Heute ist ein Teil des Stollens als Besucherbergwerk zugänglich und vermittelt Einblicke in Bergbautechnik und Geologie des 18. Jahrhunderts.
Der Stollen gilt als bedeutendes Geotop und erinnert an die frühe industrielle Entwicklung sowie an Humboldts Wirken im Frankenwald.