| Regierungsbezirk | Niederbayern |
|---|---|
| Landkreis | Passau |
| Ort | 94127 Wernstein |
| Straße | Mariensteg |
| Suchbegriffe | Mariensteg |
Beschreibung
Der Mariensteg ist eine architektonisch anspruchsvolle Hängebrücke über den Inn, die die bayerische Gemeinde Neuburg am Inn mit der oberösterreichischen Marktgemeinde Wernstein am Inn verbindet. Die ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer bestimmte Brücke wurde nach den Plänen des Linzer Architekten Erhard Kargel errichtet und im September 2006 eingeweiht. Mit einer Spannweite von rund 144 Metern und nur einem Pylon fügt sie sich harmonisch in die Flusslandschaft ein. Ihre asymmetrische Konstruktion berücksichtigt sowohl die steilen Hänge auf bayerischer Seite als auch das flachere Ufer in Wernstein und zeichnet sich durch einen sparsamen Materialeinsatz sowie eine elegante, filigrane Gestaltung aus.
Der Mariensteg stellt eine traditionsreiche Verbindung zwischen beiden Orten wieder her. Nachdem der Fährbetrieb über den Inn infolge eines schweren Unglücks im Jahr 1961 eingestellt worden war, bestand mehr als vier Jahrzehnte lang keine direkte Querungsmöglichkeit. Erst mit dem Bau des Steges wurde diese historische Verbindung erneuert und der Weg zwischen den benachbarten Gemeinden erheblich verkürzt. Heute ist die Brücke ein wichtiger Bestandteil des grenzüberschreitenden Rad- und Wanderwegenetzes.
Für ihre innovative und nachhaltige Bauweise erhielt die Brücke mehrere Auszeichnungen. 2008 gewann sie den Renault-Traffic-Future-Award für nachhaltige Verkehrsarchitektur und wurde außerdem für den Deutschen Brückenpreis nominiert. Darüber hinaus fand der Mariensteg Aufnahme in den internationalen Bildband Bridge Architecture + Design, in dem herausragende Brückenbauwerke aus aller Welt vorgestellt werden. Damit gilt der Mariensteg heute nicht nur als funktionales Bauwerk, sondern auch als architektonisches Wahrzeichen und Symbol der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Bayern und Oberösterreich.