| Regierungsbezirk | Mittelfranken |
|---|---|
| Landkreis | Ansbach |
| Ort | 91522 Ansbach |
| Straße | Schaitbergerstraße |
| Personen | Bandel Ernst von |
Beschreibung
Josef Ernst von Bandel
1800–1876
Bildhauer und Architekt
Ein Sohn der Stadt Ansbach
Schöpfer und Erbauer des Hermannsdenkmals im Teutoburger Wald
Im Jahre 9 n. Chr. gelang es dem Cheruskerfürsten Arminius, die rivalisierenden germanischen Stämme erstmals zu vereinen und die Römer in der sogenannten „Schlacht im Teutoburger Wald“ vernichtend zu schlagen. Diese historische Leistung faszinierte Ernst von Bandel Zeit seines Lebens.
Arminius (Hermann) war für von Bandel das Symbol der Einigkeit und Freiheit Deutschlands, die er selbst, in der Zeit der Napoleonischen Besatzung aufgewachsen, zeitlebens ersehnte. Ihm ein würdiges Denkmal zu setzen, wurde zum Lebensinhalt des Künstlers.
Über Jahrzehnte arbeitete von Bandel unermüdlich an diesem Plan, er verzichtete dabei selbst auf jeglichen Lohn und opferte sein Privatvermögen. Der Grundstein wurde bereits 1838 gelegt, doch finanzielle Engpässe und konzeptionelle Streitereien, denen der temperamentvolle und selbstbewusste Künstler nicht aus dem Weg ging, erzwangen die Unterbrechung des Baus. Erst kurz vor seinem Tod konnte er das monumentale Denkmal vollenden. Am 16. August 1875 wurde das Hermannsdenkmal in Anwesenheit des deutschen Kaisers Wilhelm I. feierlich eingeweiht.
Noch immer lebt der Mythos um die durch Einigkeit gewonnene Freiheit der „Schlacht im Teutoburger Wald“ fort.
So steht das Hermannsdenkmal heute für die historische Überwindung der kleinstaatlichen Zersplitterung in der Mitte Europas und ist Symbol für die Einheit der Deutschen in Frieden und Freiheit. Das Denkmal zählt zu den bekanntesten deutschen Sehenswürdigkeiten und ist jährlich das Ziel von mehr als 500.000 Besuchern.
In Würdigung seiner Lebensleistung widmet der LIONS-Club Ansbach Ernst von Bandel, dem großen Sohn unserer Stadt, ein eigenes Denkmal.
Ansbach 2011