| Regierungsbezirk | Mittelfranken |
|---|---|
| Landkreis | Ansbach |
| Ort | 91522 Elpersdorf |
| Straße | St 1066 |
| Wikipedia | Robert_Limpert |
| Suchbegriffe | Opfer des Faschismus |
| Inschrift | OPFER ROBERT |
Beschreibung
Robert Limpert (*15. Juli 1925 in Ansbach; †18. April 1945 ebenda) war ein junger deutscher Widerstandskämpfer gegen das nationalsozialistische Regime. Er wuchs in einer katholischen Familie auf und besuchte das Gymnasium Carolinum in Ansbach. Schon als Schüler lehnte er die Ideologie des Nationalsozialismus aus religiösen und moralischen Gründen ab. Gemeinsam mit Mitschülern fiel er durch regimekritische Aktionen auf und wurde schließlich von der Schule verwiesen. Sein Abitur legte er später in Erlangen mit hervorragenden Leistungen ab. Aufgrund einer schweren Herzerkrankung wurde er nicht dauerhaft zum Wehrdienst eingezogen.
Als sich im April 1945 amerikanische Truppen Ansbach näherten, wollte Limpert eine sinnlose Verteidigung der Stadt verhindern. Er verteilte Flugblätter, die zur kampflosen Übergabe aufriefen, und durchschnitt eine Telefonleitung eines bereits aufgegebenen Wehrmachts-Gefechtsstandes. Kurz darauf wurde er verhaftet, von einem Standgericht unter dem Kampfkommandanten Ernst Meyer zum Tode verurteilt und noch am 18. April 1945 am Ansbacher Rathaus öffentlich gehängt – nur wenige Stunden vor dem Einmarsch der US-Armee.
Nach dem Krieg dauerte es Jahrzehnte, bis sein Mut öffentlich anerkannt wurde. Heute erinnern Gedenktafeln, ein Grabmal, eine nach ihm benannte Straße, die Robert-Limpert-Berufsschule sowie der Robert-Limpert-Preis für Zivilcourage an seinen Einsatz. Die katholische Kirche nahm ihn 1999 als Glaubenszeugen in das Deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts auf. Robert Limpert gilt heute als Symbol für Zivilcourage und den mutigen Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur.