| Regierungsbezirk | Oberbayern |
|---|---|
| Landkreis | Rosenheim |
| Ort | Seeon |
| Straße | Klosterweg 1 |
| Wikipedia | Kloster_Seeon |
| Internet | http://www.kloster-seeon.de |
| Suchbegriffe | Kloster Seeon |
Beschreibung
Das Kloster Seeon im oberbayerischen Chiemgau ist ein ehemaliges Benediktinerkloster und zählt zu den bedeutenden historischen Anlagen der Region. Es wurde im Jahr 994 von Pfalzgraf Aribo I. und seiner Frau Adala auf einer Insel im Klostersee gegründet.
Schon früh entwickelte sich das Kloster zu einem Zentrum religiöser und kultureller Bedeutung. Besonders bekannt war seine Schreibschule, in der kostbare Handschriften für Kirchen, Klöster und auch für Kaiser Heinrich II. angefertigt wurden.
Die Klosteranlage wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut. Im 12. Jahrhundert entstand eine romanische Kirche, die im 15. Jahrhundert im Stil der Gotik erweitert wurde. Im 16. Jahrhundert erlebte das Kloster nach einer Krise eine Reform und wurde erneut zu einem geistigen Zentrum. Bedeutend sind die Renaissancefresken von 1579 sowie zahlreiche Kunstwerke und Grabmäler.
Auch kulturell spielte Seeon eine wichtige Rolle: So hielt sich unter anderem Wolfgang Amadeus Mozart hier auf und wirkte musikalisch.
Mit der Säkularisation im Jahr 1803 wurde das Kloster aufgelöst. Die Gebäude wurden anschließend unterschiedlich genutzt, etwa als Brauerei, Heilbad, Lazarett oder Schule.
Nach umfassender Restaurierung dient Kloster Seeon seit 1993 als Kultur- und Bildungszentrum des Bezirks Oberbayern. Heute finden hier Konzerte, Ausstellungen und Tagungen statt, wodurch die Anlage erneut ein bedeutender Ort der Kultur ist.