| Regierungsbezirk | Oberbayern |
|---|---|
| Landkreis | Traunstein |
| Ort | 83371 Stein an der Traun |
| Wikipedia | Schloss_Stein_an_der_Traun |
| Suchbegriffe | Schloss Stein an der Traun, Höhlenburg |
Beschreibung
Schloss Stein an der Traun liegt im oberbayerischen Landkreis Traunstein und zählt zu den eindrucksvollsten Burganlagen Deutschlands. Schloss Stein an der Traun gilt besonders als bedeutendste Höhlenburg des Landes. Die Anlage besteht aus drei Teilen: dem hoch auf einer steilen Nagelfluhwand gelegenen Hochschloss, der in den Fels gebauten Höhlenburg sowie dem Unterschloss im Tal.
Die Ursprünge der Burg reichen vermutlich bis in römische oder sogar keltische Zeit zurück, auch wenn dies nicht eindeutig belegt ist. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Stein um das Jahr 1135 als Sitz eines Adelsgeschlechts. Im Mittelalter entwickelte sich die Anlage zu einer bedeutenden Befestigung mit strategisch günstiger Lage über dem Trauntal.
Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Schloss mehrfach den Besitzer, unter anderem zur Familie Törring sowie später zu den Fuggern und den Freiherren von Lösch. Im 19. Jahrhundert wurde die Anlage teilweise im neugotischen Stil umgebaut.
Mit der Burg verbunden ist die bekannte Sage vom Raubritter „Heinz vom Stein“, der im 13. Jahrhundert dort gelebt haben soll.
Heute ist Schloss Stein ein bedeutendes Kulturdenkmal. Teile der Anlage werden touristisch genutzt, während das Unterschloss seit 1948 ein Internat beherbergt.
Die Kombination aus spektakulärer Felsenlage, mittelalterlicher Architektur und sagenhafter Überlieferung macht Schloss Stein zu einer der außergewöhnlichsten Burganlagen Bayerns.