| Regierungsbezirk | Oberbayern |
|---|---|
| Landkreis | Erding |
| Ort | Wartenberg |
| Wikipedia | Mariä_Geburt_(Wartenberg) |
Beschreibung
Die katholische Pfarrkirche Mariä Geburt in Wartenberg gehört zu den bedeutendsten Barockkirchen im Landkreis Erding. Der heutige Kirchenbau entstand zwischen 1719 und 1724 unter der Leitung des Erdinger Baumeisters Anton Kogler und prägt mit seinem markanten Turm das Ortsbild des Marktes Wartenberg. Der Turm erhielt seine charakteristische barocke Haube erst 1763 durch Johann Baptist Lethner.
Die Kirche beeindruckt durch ihre klare barocke Architektur mit einem großen quadratischen Turm, gegliederten Pilastern und einem harmonisch gestalteten Innenraum. Die reich ausgestattete Kirche gilt als bedeutendes Zeugnis bayerischer Volksfrömmigkeit des 18. Jahrhunderts. Besonders sehenswert sind die fünf barocken Altäre, darunter der prächtige Hochaltar mit einer Kopie von Raffaels „Mariä Himmelfahrt“. Die Künstlerarbeit dafür wurde vom späteren Kaiser Karl VII. finanziert, dessen Wappen über dem Altar angebracht ist.
Zur Ausstattung gehören außerdem eine kunstvolle Barockkanzel aus der Zeit um 1735, ein Rotmarmor-Taufstein sowie zahlreiche Fresken, Figuren und Kreuzwegstationen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Teile der Ausstattung stammen aus der ehemaligen Kirche von Rocklfing.
Im Jahr 2024 feierte die Pfarrkirche ihr 300-jähriges Bestehen mit Konzerten, Vorträgen und Festgottesdiensten. Heute ist Mariä Geburt Mittelpunkt des Pfarrverbands Wartenberg und ein bedeutendes Kulturdenkmal Oberbayerns.