| Regierungsbezirk | Oberbayern |
|---|---|
| Landkreis | Eichstätt |
| Ort | 85072 Eichstätt |
| Straße | Burgstraße 19 |
| Wikipedia | Willibaldsburg |
| Internet | http://burgenseite.de/html/willibaldsburg.html |
| Suchbegriffe | Willibaldsburg |
Beschreibung
Die Willibaldsburg ist eine historisch bedeutende, im Kern mittelalterliche Burganlage in Eichstätt in Oberbayern, die weithin sichtbar auf einem Bergsporn oberhalb des Altmühltals thront. Sie wurde im Jahr 1355 von Bischof Berthold Burggraf von Nürnberg gegründet und diente den Eichstätter Fürstbischöfen über Jahrhunderte hinweg als repräsentativer Wohnsitz und sichere Residenz.
Um das Jahr 1600 gestaltete der berühmte Augsburger Baumeister Elias Holl die Burg im Auftrag von Fürstbischof Johann Conrad von Gemmingen zu einer prächtigen Renaissance-Residenz um. In dieser Blütezeit entstand auf den Terrassen auch der europäisch bedeutende botanische Garten, der durch das Prachtwerk Hortus Eystettensis berühmt wurde. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Festung durch die Belagerung und Eroberung schwedischer Truppen schwere Schäden. Nach der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts verlor die Anlage ihre Funktion, wurde teilweise abgebrochen und als Steinbruch genutzt, bis Mitte des 19. Jahrhunderts erste Erhaltungsmaßnahmen einsetzten.
Heute befindet sich die weitläufige Burganlage im Besitz der Bayerischen Schlösserverwaltung und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Sie beherbergt das Museum für Ur- und Frühgeschichte sowie das bekannte Jura-Museum, das eine weltberühmte Sammlung von Fossilien aus den Solnhofener Plattenkalken zeigt, darunter ein Original des Urvogels Archaeopteryx. Zudem lädt ein rekonstruierter Bastionsgarten Besucher dazu ein, die historische Pflanzenwelt des ursprünglichen Hortus Eystettensis zu entdecken.