| Regierungsbezirk | Mittelfranken |
|---|---|
| Landkreis | Fürth |
| Ort | 90556 Cadolzburg |
| Wikipedia | Cadolzburg |
| Internet | |
| Suchbegriffe | Cadolzburg |
Beschreibung
Die Cadolzburg ist eine Marktgemeinde im mittelfränkischen Landkreis Fürth und zählt zu den geschichtsträchtigsten Orten Frankens. Ihren Namen verdankt sie der imposanten Burg Cadolzburg, deren Ursprünge bis in das 12. Jahrhundert zurückreichen. Seit dem 13. Jahrhundert war sie eine der bedeutendsten Residenzen der Burggrafen von Nürnberg aus dem Haus Hohenzollern. Von hier aus wurden weite Teile Frankens verwaltet, und Burggraf Friedrich VI. wurde zum Kurfürsten von Brandenburg erhoben – ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Hohenzollern zur preußischen Königswürde.
Die Burg wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einer repräsentativen Festungs- und Schlossanlage ausgebaut. Ihr Erscheinungsbild prägen der mächtige Bergfried, der Renaissance-Palas und die weitläufigen Ringmauern. Während der Zeit des Nationalsozialismus befand sich im sogenannten Neuen Schloss von 1933 bis 1945 eine Gebietsführerschule der Hitlerjugend („Josef Grün“) zur Ausbildung von HJ-Führungskräften. Nach Kriegsende geriet die Burg bei den Kämpfen im April 1945 in Brand und blieb jahrzehntelang eine Ruine.
Seit den 1980er Jahren wurde die Cadolzburg schrittweise restauriert. Heute beherbergt sie das Erlebnismuseum „HerrschaftsZeiten! Erlebnis Cadolzburg“, das die Geschichte der Burg und der Hohenzollern anschaulich vermittelt. Neben der eindrucksvollen Burganlage laden der historische Ortskern mit seinen Fachwerkhäusern sowie die reizvolle Landschaft des Rangaus zu einem Besuch ein. Die Cadolzburg zählt heute zu den bedeutendsten mittelalterlichen Burganlagen Bayerns und ist ein beliebtes Ziel für Geschichts- und Kulturinteressierte.