| Regierungsbezirk | Oberbayern |
|---|---|
| Landkreis | Miesbach |
| Ort | Neuhaus |
| Wikipedia | Burg_Hohenwaldeck |
| Internet | http://burgenseite.de/html/hohenwaldeck.html |
| Suchbegriffe | Burgruine Hohenwaldeck |
Beschreibung
Die Burgruine Hohenwaldeck ist die Ruine einer mittelalterlichen Höhenburg oberhalb des Schliersees bei Neuhaus in Oberbayern. Sie wurde gegen Ende des 13. Jahrhunderts von den Herren von Waldeck erbaut, die ursprünglich Dienstmannen des Bistums Freising waren. Mit dem Bau der Burg schufen sie sich jedoch eine weitgehend unabhängige Herrschaft rund um den Schliersee.
Die Waldecker gehörten im 13. Jahrhundert zu den bedeutendsten Vasallen des Bistums Freising. Dennoch kam es bald zu Konflikten mit dem Bistum. 1312 zerstörte Arnold von Waldeck die bischöfliche Burg in Miesbach, wodurch Freising schließlich die Oberhoheit über die Waldecker verlor. 1454 erreichte die Herrschaft Waldeck sogar die Reichsunmittelbarkeit und wurde damit direkt dem Kaiser unterstellt.
Die Burg verlor jedoch bereits im 15. Jahrhundert an Bedeutung. Wahrscheinlich war Georg von Waldeck der letzte Bewohner der Anlage. Ein großer Felssturz um 1480 machte die Burg endgültig unbewohnbar. Nach dem Aussterben der Waldecker 1483 gelangte der Besitz zunächst an die Herren von Seiboldsdorf und später an die Familie Maxlrain, ein reiches oberbayerisches Adelsgeschlecht. Bereits im 16. Jahrhundert galt die Burg als Ruine.
Im Laufe der Jahrhunderte verfiel die Anlage weiter. Wegen maroder Mauern wurde die Ruine 2020 aus Sicherheitsgründen gesperrt. Nach umfangreichen denkmalgerechten Sanierungsarbeiten konnte die Burg im Herbst 2024 wieder für Besucher geöffnet werden. Heute ist die Burgruine über Wanderwege erreichbar und ein beliebtes Ausflugsziel mit Blick auf den Schliersee.