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Burgruine Mörnsheim (Markt Mörnsheim)

RegierungsbezirkOberbayern
LandkreisEichstätt
Ort Markt Mörnsheim
Wikipedia Burg_M%C3%B6rnsheim
Internet http://burgenseite.de/html/moernsheim.html
Suchbegriffe Burgruine Mörnsheim, Staffelburg
Beschreibung

Die Burg Mörnsheim, auch Staffelburg genannt, ist eine mittelalterliche Burgruine auf dem Schlossberg über dem Gailachtal im Landkreis Eichstätt in Bayern. Die Höhenburg liegt auf etwa 510 Metern Höhe und wurde vermutlich bereits im 10. Jahrhundert von den Herren von Mörnsheim gegründet. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im Jahr 1225.

Besonders bedeutend war der Ausbau der Burg unter den Eichstätter Bischöfen. Bischof Heinrich I. von Zipplingen ließ einen mächtigen Bergfried aus Buckelquadern errichten, der als uneinnehmbarer Mittelpunkt der Anlage galt. Später erweiterten weitere Bischöfe die Burg durch Ringmauern, Türme, Wehrgänge, einen Zwinger und einen tiefen Halsgraben. Zudem entstanden eine Vorburg sowie Wohngebäude innerhalb der Hauptburg. Dadurch entwickelte sich die Anlage zu einer starken Befestigung im Altmühltal.

Nach dem Jahr 1634 begann jedoch der Verfall der Burg. 1760 wurden Teile der Anlage abgebrochen und als Baumaterial genutzt. Erst ab 1980 erfolgten Sicherungs- und Erhaltungsmaßnahmen, um die verbliebenen Mauerreste zu schützen.

Heute sind noch Teile der Ring- und Zwingermauer sowie ein tonnengewölbter Raum der ehemaligen Burgkapelle St. Afra erhalten. Die Burgruine gilt als wichtiges Bau- und Bodendenkmal der Region. Von der Burg aus bietet sich zudem ein weiter Blick über den Markt Mörnsheim und das Gailachtal. Historiker vermuten außerdem, dass die nahegelegene Krugsburg als vorgeschobener Außenposten der Burg Mörnsheim diente.