| Regierungsbezirk | Mittelfranken |
|---|---|
| Landkreis | Weißenburg-Gunzenhausen |
| Ort | Pappenheim |
| Wikipedia | Burg_Pappenheim |
| Internet | http://burgenseite.de/html/pappenheim.html |
| Suchbegriffe | Burg Pappenheim |
Beschreibung
Die Burg Pappenheim ist eine bedeutende mittelalterliche Burgruine in Mittelfranken über der Stadt Pappenheim. Sie wurde vermutlich um 1140 von den Reichsministerialen von Pappenheim erbaut, die später das Amt der Reichserbmarschälle innehatten. Erste Hinweise auf ältere Befestigungen gibt es bereits um 1030, möglicherweise auf der nahegelegenen „Alten Bürg“.
Die Burg diente zur Sicherung der staufischen Herrschaft im Grenzgebiet zwischen Franken, Bayern und Schwaben. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach erweitert, besonders im 13. Jahrhundert mit starken Ringmauern, Wohnbauten und einem Bergfried aus Buckelquadern. Nach Kriegsschäden durch Belagerungen erfolgten immer wieder Wiederaufbauten und Modernisierungen.
Im Spätmittelalter entstanden zusätzliche Gebäude, Zwingeranlagen und Rundtürme. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg weiter befestigt, wechselte jedoch mehrfach den Besitzer und erlitt schwere Schäden. Auch im Spanischen Erbfolgekrieg wurde sie erneut zerstört. Danach verfiel die Anlage zunehmend und wurde im 19. Jahrhundert bewusst als romantische Ruine erhalten.
Seit den 1960er Jahren kümmern sich Vereine und Eigentümer um den Erhalt der Burg. Umfangreiche Restaurierungen sicherten die Anlage und schufen Museen, Ausstellungsräume und Veranstaltungsorte. Heute finden dort unter anderem Ritterturniere, Mittelaltermärkte sowie kirchliche und standesamtliche Trauungen statt. Die Burg gilt heute als wichtiges Kultur- und Geschichtsdenkmal Bayerns.