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Fentbach-Schanze (Fentbach)

RegierungsbezirkOberbayern
LandkreisMiesbach
Ort Fentbach
Wikipedia Fentbach-Schanze
Suchbegriffe Fentbach-Schanze, Kelten
Beschreibung

Die Fentbach-Schanze ist eine bedeutende vorgeschichtliche Befestigungsanlage bei Weyarn im Landkreis Miesbach. Sie gilt als keltisches Oppidum, also eine befestigte Siedlung der späten Eisenzeit (Latènezeit), und gehört zu den wichtigen archäologischen Bodendenkmälern Oberbayerns.  

Die Anlage liegt etwa 600 Meter nordwestlich des Ortes Fentbach auf einer Geländezunge zwischen den Tälern der Mangfall und des Moosbachs. Diese natürliche Lage bot bereits einen guten Schutz, der durch künstliche Befestigungen ergänzt wurde.  

Die Schanze besitzt einen trapezförmigen Grundriss von etwa 500 × 375 Metern. Vor allem an der Südseite befindet sich ein mächtiger Wall, während die anderen Seiten durch steile Abhänge gesichert sind. Die umschlossene Fläche beträgt rund 10 Hektar, möglicherweise sogar bis zu 37 Hektar, wenn ein vorgelagerter Bereich einbezogen wird.  

Archäologische Funde wie Keramikscherben und Metallgegenstände belegen die Nutzung in der späten Keltenzeit (ca. 3.–1. Jh. v. Chr.).   Die Anlage wird daher als eine größere Siedlung oder befestigter Zentralort interpretiert.

Heute ist das Gelände weitgehend als Grünland erhalten. Sichtbare Wallreste und die landschaftlich reizvolle Lage machen die Fentbach-Schanze zu einem interessanten Ziel für Geschichtsinteressierte und Wanderer.

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