| Regierungsbezirk | Oberbayern |
|---|---|
| Landkreis | Weilheim-Schongau |
| Ort | 83629 Weyarn |
| Straße | Klosterweg |
| Wikipedia | Kloster_Weyarn |
| Suchbegriffe | Kloster Weyarn, Augustiner-Chorherren |
| Personen | Zimmermann Johann Baptist, Günther Ignaz |
Beschreibung
Das Kloster Weyarn in Weyarn ist ein ehemaliges Augustiner-Chorherrenstift und gehört zu den bedeutenden historischen Klosteranlagen Oberbayerns. Es wurde 1133 von Graf Siboto II. von Falkenstein gegründet, der seine Burg „Viare“ als Grundlage für das Kloster stiftete.
Im Mittelalter entwickelte sich Weyarn zu einem religiösen und kulturellen Zentrum im Mangfalltal. Die Chorherren übernahmen Seelsorge, Bildung und wirtschaftliche Aufgaben in der Region. Trotz schwerer Rückschläge – insbesondere durch Brände in den Jahren 1236 und 1356 – erholte sich das Kloster und erlebte später erneut eine Blütezeit.
Im 17. Jahrhundert wurde die Anlage barock umgestaltet. Die heutige ehemalige Stiftskirche St. Peter und Paul entstand zwischen 1687 und 1693 und prägt bis heute das Erscheinungsbild des Klosters.
Mit der Säkularisation in Bayern 1803 wurde das Kloster aufgehoben. Teile der Anlage wurden abgerissen oder anderweitig genutzt, etwa als Waisenhaus, Schule oder Lazarett.
Seit 1998 ist das Kloster wieder religiös genutzt: Es dient als Sitz der deutschen Provinz des Deutscher Orden. Heute verbindet die Anlage historische Bausubstanz mit moderner Nutzung und bleibt ein wichtiges kulturelles und geistliches Zentrum der Region.