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St. Leonhard (Reichersdorf)

RegierungsbezirkOberbayern
LandkreisMiesbach
Ort Reichersdorf
Wikipedia St._Leonhard_(Reichersdorf)
Beschreibung

Die römisch-katholische Kirche St. Leonhard (Reichersdorf) ist eine ursprünglich gotische, später barockisierte Saalkirche im Ortsteil Reichersdorf der Gemeinde Irschenberg in Oberbayern. Sie gehört zum Pfarrverband Weyarn im Erzbistum München und Freising und ist seit 1684 Ziel einer traditionellen Leonhardifahrt im Herbst.  

Die Kirche wurde im Kern im späten Mittelalter errichtet und ist seit 1373 dem Kloster Weyarn zugeordnet. Im 18. Jahrhundert erfolgte eine umfassende barocke Umgestaltung: Der Chor wurde 1760, das Langhaus 1772 erneuert. Nach einem Blitzschlag entstand 1846 der heutige Turm.  

Architektonisch handelt es sich um einen vierjochigen Saalbau mit eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor und Südturm. Das Innere wird von einem Tonnengewölbe mit Stichkappen überspannt und ist reich mit Rokoko-Stuck und Fresken ausgestattet. Die Deckenmalereien von Johann Georg Gaill zeigen Szenen aus dem Leben des heiligen Leonhard sowie weiterer Heiliger.  

Zur Ausstattung gehören barocke Altäre und Skulpturen, darunter Werke von Erasmus Grasser (um 1506) sowie Figuren von Korbinian Niedermeier. Besonders bedeutend ist der spätgotische Achatius-Altar.  

Nördlich der Kirche befindet sich zudem eine barocke Allerheiligenkapelle mit ovalem Grundriss und Kuppel, die das Ensemble ergänzt.