| Regierungsbezirk | Oberbayern |
|---|---|
| Landkreis | Miesbach |
| Ort | Wildbad Kreuth |
| Wikipedia | Wildbad_Kreuth |
| Suchbegriffe | Wildbad Kreuth, Hanns Seidel Stiftung |
Beschreibung
Wildbad Kreuth ist ein historischer Gebäudekomplex und Gemeindeteil von Kreuth im oberbayerischen Landkreis Miesbach, gelegen südlich des Tegernsees. Bekannt wurde der Ort vor allem als ehemaliges Heilbad und als langjähriger Tagungsort der CSU.
Die Geschichte des Ortes reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück; 1511 ließ das Kloster Tegernsee hier ein erstes Badehaus errichten. Im 19. Jahrhundert erwarb König Maximilian I. Joseph das Anwesen und baute es zum Sanatorium aus, das in der Folgezeit europäische Monarchen und prominente Gäste anzog. Der Musiker Kiem Pauli lebte hier viele Jahre.
Zwischen 1974 und 2016 diente das Hauptgebäude der Hanns-Seidel-Stiftung als Bildungszentrum. Bundesweite politische Bedeutung erlangte Wildbad Kreuth durch den „Kreuther Trennungsbeschluss“ von 1976, bei dem die CSU kurzzeitig die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU aufkündigte.
Nachdem die Stiftung den Pachtvertrag 2016 beendete, steht der Komplex, der sich weiterhin im Besitz des Hauses Wittelsbach befindet, leer. Aktuelle Konzepte sehen eine Nutzung als exklusives Hotel oder Sanatorium vor. Landschaftlich ist der Ort ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen in die Blauberge und zur Wolfsschlucht.