| Regierungsbezirk | Oberfranken |
|---|---|
| Landkreis | Bamberg (Stadt) |
| Ort | Bamberg |
| Straße | Domplatz |
| Wikipedia | Bamberger_Dom |
| Suchbegriffe | Bamberger Dom, St. Peter und St. Georg |
Beschreibung
Der Bamberger Dom, offiziell Dom St. Peter und St. Georg, zählt zu den bedeutendsten Kirchenbauten des europäischen Mittelalters. Er befindet sich auf dem Domberg in Bamberg und prägt mit seinen vier markanten Türmen das Stadtbild. Der erste Dom wurde unter Kaiser Heinrich II. Anfang des 11. Jahrhunderts errichtet und 1012 geweiht. Nachdem zwei Vorgängerbauten durch Brände zerstört worden waren, entstand im 13. Jahrhundert der heutige Bau, der 1237 eingeweiht wurde.
Architektonisch gilt der Dom als Meisterwerk des Übergangs von der Romanik zur Gotik. Besonders auffällig sind die vier Türme, die beiden Chöre und die reich geschmückten Portale. Das berühmteste Kunstwerk ist der „Bamberger Reiter“, eine mittelalterliche Reiterstatue aus dem 13. Jahrhundert, deren Identität bis heute nicht eindeutig geklärt ist. Ebenfalls bedeutend ist das Kaisergrab von Heinrich II. und seiner Gemahlin Kunigunde, das von Tilman Riemenschneider geschaffen wurde.
Der Dom besitzt außerdem das einzige erhaltene Papstgrab nördlich der Alpen. Dort ist Papst Clemens II., ehemals Bischof von Bamberg, bestattet. Kunsthistorisch bedeutend sind auch das Fürstenportal mit seiner Darstellung des Jüngsten Gerichts sowie die Gnadenpforte mit Figuren von Heiligen und Herrschern.
Heute ist der Bamberger Dom sowohl Bischofskirche des Erzbistums Bamberg als auch eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Frankens. Zusammen mit der historischen Altstadt gehört er zum UNESCO-Weltkulturerbe und zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher aus aller Welt an.