| Regierungsbezirk | Niederbayern |
|---|---|
| Landkreis | Passau |
| Ort | Neuhaus am Inn |
| Wikipedia | Schloss_Neuhaus_am_Inn |
Beschreibung
Schloss Neuhaus liegt direkt am Innufer an der Grenze zu Österreich und zählt zu den markanten historischen Bauwerken Niederbayerns. Die Ursprünge der Anlage reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück, als die bayerischen Herzöge die Burg zum Schutz der wichtigen Innbrücke bei Schärding errichten ließen. Durch ihre strategische Lage spielte die Anlage lange Zeit eine bedeutende Rolle für die Grenzsicherung und den Handel entlang des Inns.
Im 18. Jahrhundert wurde die mittelalterliche Burg umfassend umgestaltet. Zwischen 1750 und 1752 erfolgte ein prachtvoller Umbau im Stil des Rokoko, der vermutlich vom bekannten Baumeister Johann Michael Fischer geplant wurde. Auftraggeber war Ferdinand Reichsgraf von der Wahl. Aus dieser Zeit stammen die eleganten Fassadenformen und die charakteristischen Schweifgiebel der Seitentrakte.
Das Schloss wechselte im Laufe seiner Geschichte mehrfach den Besitzer. Ein Wappen an der Fassade erinnert noch heute an die Grafen von Taufkirchen. 1859 erwarb das Institut der Englischen Fräulein aus Burghausen die Anlage. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Schloss durch eine neobarocke Kirche erweitert, die den Altbau mit neuen Gebäudeteilen verband.
Heute dient das Schloss als Schulgebäude. Seit 2011 wird die gesamte Anlage von einer Realschule genutzt und verbindet damit historische Architektur mit moderner Bildungseinrichtung.