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Edigna-Linde in Puch (Puch)

RegierungsbezirkOberbayern
LandkreisEichstätt
Ort Puch
Wikipedia Edignalinde
Suchbegriffe Linde
Beschreibung

Edigna, auch Edignalinde genannt, war der Überlieferung nach eine irische Königstochter, die im 11. Jahrhundert lebte und später als Einsiedlerin in Bayern verehrt wurde. Der Legende zufolge floh sie aus ihrer Heimat, um einer für sie bestimmten Heirat zu entgehen und ein religiöses Leben zu führen. Auf ihrer Reise gelangte sie nach Bayern und ließ sich schließlich in Puch bei Fürstenfeldbruck nieder.

Besonders bekannt wurde Edigna durch ihre ungewöhnliche Wohnstätte: Sie soll viele Jahre in einer hohlen Linde gelebt haben. Dort führte sie ein zurückgezogenes, frommes Leben als Einsiedlerin. Die Menschen der Umgebung betrachteten sie wegen ihrer Frömmigkeit und Hilfsbereitschaft als heilige Frau. Ihr wurden Heilungen und Wunder zugeschrieben, weshalb sich bald eine Verehrung entwickelte.

Die sogenannte Edignalinde wurde über Jahrhunderte zu einem Wallfahrtsort. Auch nachdem der Baum im Laufe der Zeit beschädigt wurde, blieb die Erinnerung an Edigna lebendig. In Puch erinnern heute eine Kapelle, Denkmäler und verschiedene Darstellungen an die Einsiedlerin.

Historisch gesicherte Quellen über Edigna sind selten, weshalb vieles aus Legenden und mündlichen Überlieferungen stammt. Dennoch besitzt sie bis heute einen festen Platz in der regionalen Glaubens- und Kulturgeschichte Bayerns. Sie gilt als Symbol für Frömmigkeit, Bescheidenheit und spirituelle Unabhängigkeit.