| Regierungsbezirk | Oberbayern |
|---|---|
| Landkreis | Traunstein |
| Ort | Siegsdorf |
| Straße | Maria-Eck-Straße |
| Wikipedia | Kloster_Maria_Eck |
| Suchbegriffe | Wallfahrtskirche |
Beschreibung
Das Kloster Maria Eck ist ein Wallfahrtskloster der Franziskaner-Minoriten auf dem „Egger Berg“ bei Siegsdorf in Bayern und gehört zur Erzdiözese München und Freising. Das Kloster sowie die Wallfahrtskirche stehen unter Denkmalschutz. Ursprünglich befand sich dort ein Priorat der Benediktiner von Kloster Seeon, das im 17. Jahrhundert gegründet und während der Säkularisation 1803 aufgehoben wurde. Seit 1891 leben Franziskaner-Minoriten in Maria Eck; dort befinden sich unter anderem das Postulat und das Noviziat des Ordens.
Maria Eck besitzt eine lange Tradition als Wallfahrtsort, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Besonders während des Dreißigjährigen Krieges nahm die Zahl der Pilger stark zu. Noch heute zählt Maria Eck zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten Oberbayerns. Bekannt sind unter anderem die Trachtenwallfahrt des Gauverbandes I und die Wallfahrt der Behinderten aus dem Chiemgau. Zum Kloster gehört außerdem ein großer Klostergasthof.
Die Entstehung der Wallfahrtskirche basiert auf einer Legende über geheimnisvolle Lichterscheinungen, die Holzfäller an dieser Stelle beobachtet haben sollen. Zwischen 1618 und 1635 entstand zunächst eine kleine Kapelle, die 1636 durch eine größere Kirche ersetzt wurde. Nach der Säkularisation wurde die Kirche geschlossen und geplündert, später jedoch auf Veranlassung des späteren Königs Ludwig I. wieder eröffnet.
Auch Papst Benedikt XVI. hatte eine enge Verbindung zu Maria Eck und besuchte das Kloster mehrfach. Während der NS-Zeit wurde die Kirche zeitweise geschlossen, und Glocken wurden eingeschmolzen. Bekannt sind zudem die „Maria-Ecker-Pfennige“, versteinerte Nummuliten, um die sich lokale Legenden ranken.