| Regierungsbezirk | Mittelfranken |
|---|---|
| Landkreis | Weißenburg-Gunzenhausen |
| Ort | 91781 Weißenburg in Bayern |
| Straße | An den Sommerkellern |
| Suchbegriffe | Fallhaus, Abdeckerei |
Beschreibung
Reichsstädtisches Fallhaus
Das 1774 erstmals erwähnte Gebäude war das sogenannten „Fallhaus“ der Reichsstadt Weißenburg. Hier wurde den verendeten Tieren die Haut abgezogen, bevor sie auf dem weitläufigen Gelände, dem ehemaligen Wasenplatz oder „Fallgarten“ – er wurde über viele Jahrhunderte bis 1940 für diesen Zweck genutzt – vergraben wurden.
Quelle: Infotafel vor Ort
Das Fallhaus diente früher der sogenannten Abdeckerei. Verendete Nutztiere wurden hier gehäutet; die Häute konnten weiterverwendet oder verkauft werden. Die Tierkörper wurden anschließend auf dem angrenzenden Wasenplatz beziehungsweise Fallgarten vergraben. Solche Einrichtungen lagen aus hygienischen Gründen stets außerhalb der Stadtmauern. Der Begriff „Fall“ bezeichnete im historischen Sprachgebrauch ein verendetes Tier. Der Weißenburger Wasenplatz wurde über mehrere Jahrhunderte bis etwa 1940 für diese Zwecke genutzt und ist ein Zeugnis der städtischen Hygiene- und Wirtschaftsgeschichte vergangener Zeiten.