| Regierungsbezirk | Mittelfranken |
|---|---|
| Landkreis | Ansbach |
| Ort | 91522 Ansbach |
| Straße | Uhlandstraße |
| Wikipedia | Christ-König-Kirche_(Ansbach) |
| Suchbegriffe | Christ-König-Kirche |
Beschreibung
Die Christ-König-Kirche in Ansbach ist eine römisch-katholische Pfarrkirche im Rügländer Viertel und gehört zum Erzbistum Bamberg. Sie entstand in den 1960er Jahren, nachdem die Zahl der katholischen Gläubigen durch den Zuzug von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg stark angestiegen war. Die bisherige Pfarrkirche St. Ludwig konnte die wachsende Gemeinde nicht mehr aufnehmen, weshalb der Bau einer neuen Kirche beschlossen wurde. Initiator war Dekan Josef Fruth, der jedoch 1965 kurz vor der Einweihung verstarb. Seit 2003 steht die Kirche unter Denkmalschutz.
Architektonisch zählt die Kirche zu den markantesten modernen Sakralbauten der Region. Der vom Architekten Peter Leonhardt entworfene Zentralbau besitzt einen achteckigen Grundriss, der eine Königskrone symbolisiert und damit auf das Patrozinium „Christus König“ verweist. Beton, Glas und Holz prägen das Erscheinungsbild. Besonders auffällig sind die großflächigen Glasfenster sowie das gefaltete Dach mit einem goldenen Kreuz. Im Innenraum sorgen die Holzverkleidung und die zentrale Anordnung des Altars für eine helle und zugleich akustisch ausgewogene Atmosphäre.
Die künstlerische Ausstattung stammt überwiegend vom Goldschmied und Künstler Egino Weinert. Er gestaltete die farbigen Glasfenster, den Tabernakel, den Osterleuchter sowie die Emaillierungen des Altarkreuzes mit biblischen Motiven. Ergänzt wird die Ausstattung durch einen Taufstein von Franz Hämmerle, eine Marienfigur von Alois Rauchhuber und eine Orgel des Nürnberger Orgelbaumeisters Franz Heinze. Die Christ-König-Kirche verbindet moderne Architektur mit anspruchsvoller sakraler Kunst und zählt zu den bedeutendsten katholischen Kirchenbauten der Nachkriegszeit in Mittelfranken.