| Regierungsbezirk | Oberbayern |
|---|---|
| Landkreis | Landsberg am Lech |
| Ort | Hurlach |
| Standort | Links der Bundesstraße B 17 von Landsberg in Richt |
| Wikipedia | KZ-Außenlager_Kaufering_IV_–_Hurlach |
| Internet | https://hdbg.eu/juedisches_leben/friedhof/hurlach-kz-friedhof-und-gedenkstaette/424 |
| Suchbegriffe | KZ-Außenlager |
Beschreibung
Das KZ-Außenlager Kaufering IV – Hurlach war eines der Außenlager des Konzentrationslagers Dachau und bestand von 1944 bis April 1945 in der Nähe von Landsberg am Lech. Es gehörte zum Kauferinger Lagerkomplex, der vor allem der Zwangsarbeit für die deutsche Rüstungsindustrie diente. Die Häftlinge – überwiegend Juden – mussten unter extremen Bedingungen Schwerstarbeit leisten, etwa beim Bau von unterirdischen Bunkeranlagen.
Das Lager bestand aus einfachen Erdhütten und war zeitweise mit bis zu 3000 Gefangenen belegt. Gegen Ende des Krieges wurde es zu einem sogenannten „Sterbelager“ umfunktioniert, in das kranke und arbeitsunfähige Häftlinge gebracht wurden. Hunger, Krankheiten und fehlende medizinische Versorgung führten zu massenhaftem Sterben; wöchentlich starben zahlreiche Menschen.
Kurz vor der Befreiung im April 1945 setzte die SS Teile des Lagers in Brand. Viele Häftlinge kamen dabei ums Leben, einige wurden vermutlich bei lebendigem Leib verbrannt. US-amerikanische Truppen fanden bei der Befreiung zahlreiche Tote vor.
Heute erinnert ein Friedhof mit Massengräbern sowie Gedenkstätten an die Opfer dieses Lagers. Das ehemalige Lager gilt als besonders eindrückliches Zeugnis der letzten Phase des Holocaust in Bayern.