| Regierungsbezirk | Schwaben |
|---|---|
| Landkreis | Ostallgäu |
| Ort | 87645 Hohenschwangau |
| Suchbegriffe | Schloss Hohenschwangau |
| Personen | König Maximilian II. |
Beschreibung
Schloss Hohenschwangau liegt im Allgäu bei Füssen und zählt zu den bedeutenden Königsschlössern Bayerns. Seine Ursprünge reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als an dieser Stelle die Burg Schwanstein stand, die im Besitz der Ritter von Schwangau war. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Anlage mehrfach den Besitzer und verfiel zeitweise. Während der Napoleonischen Kriege wurde sie stark beschädigt und war Anfang des 19. Jahrhunderts nur noch eine Ruine.
1832 erwarb der bayerische Kronprinz Maximilian, der spätere König Maximilian II., die Anlage. Begeistert von der landschaftlichen Lage ließ er die Burg zwischen 1832 und 1837 im neugotischen Stil wieder aufbauen. Die Gestaltung erfolgte unter Leitung des Malers und Bühnenbildners Domenico Quaglio, der dem Schloss sein romantisches Erscheinungsbild gab.
Nach seiner Thronbesteigung 1848 wurde Hohenschwangau zur Sommerresidenz der königlichen Familie ausgebaut. Besonders bedeutend ist das Schloss als Kindheits- und Jugendort von König Ludwig II., der hier viele prägende Jahre verbrachte. Auch später nutzte er es während des Baus seines eigenen Schlosses Neuschwanstein als Aufenthaltsort.
Die Innenräume sind reich mit Wandmalereien ausgestattet, die Szenen aus deutschen Sagen und der mittelalterlichen Geschichte zeigen. Sie spiegeln den romantischen Zeitgeist des 19. Jahrhunderts wider und prägten auch die Fantasiewelt Ludwigs II.
Seit dem 20. Jahrhundert befindet sich das Schloss im Besitz des Wittelsbacher Ausgleichsfonds und wird als Museum genutzt. Heute gehört Schloss Hohenschwangau zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Bayerns und bildet zusammen mit dem benachbarten Schloss Neuschwanstein ein weltweit bekanntes Ensemble historischer Architektur.