| Regierungsbezirk | |
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| Landkreis | |
| Ort | Berchtesgaden |
| Wikipedia | Kehlsteinhaus |
| Internet | http://www.kehlsteinhaus.de |
| Suchbegriffe | Kehlsteinhaus |
Beschreibung
Das Kehlsteinhaus, auch als „Adlernest“ bekannt, ist ein historisches Gebäude auf dem Kehlstein bei Berchtesgaden in Bayern und liegt auf etwa 1.834 Metern Höhe. Es wurde in den Jahren 1937 bis 1938 im Auftrag der NSDAP errichtet und war Teil des sogenannten Führersperrgebiets am Obersalzberg.
Das Bauwerk diente vor allem repräsentativen Zwecken und sollte hochrangige Gäste empfangen. Die Planung lag bei Martin Bormann, die architektonische Umsetzung erfolgte durch Roderich Fick. Der Bau war technisch äußerst aufwendig: Eine spektakuläre Bergstraße mit mehreren Tunneln sowie ein 124 Meter hoher Aufzug im Inneren des Berges ermöglichen den Zugang.
Obwohl das Kehlsteinhaus oft mit Adolf Hitler in Verbindung gebracht wird, hielt er sich dort nur selten auf. Gründe dafür waren unter anderem die schwierige Erreichbarkeit und Sicherheitsbedenken.
Während der NS-Zeit war der Obersalzberg eines der wichtigsten Machtzentren des Regimes. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb das Kehlsteinhaus weitgehend unzerstört und wurde zunächst von den Alliierten genutzt.
Seit 1952 dient das Gebäude als Berggaststätte und ist heute ein bedeutendes touristisches Ausflugsziel. Neben seiner beeindruckenden Lage bietet es einen weiten Blick über die Alpen, zugleich erinnert es als historischer Ort an die Zeit des Nationalsozialismus.
Das Kehlsteinhaus verbindet somit spektakuläre Natur, aufwendige Architektur und eine komplexe, historisch belastete Vergangenheit.