| Regierungsbezirk | Oberbayern |
|---|---|
| Landkreis | Ingolstadt (Stadt) |
| Ort | 86633 Neuburg an der Donau |
| Straße | Residenzstraße 2 |
| Wikipedia | Schloss_Neuburg_(Bayern) |
| Suchbegriffe | Schloss Neuburg an der Donau |
| Personen | Pfalzgraf Ottheinrich |
Beschreibung
Schloss Neuburg zählt zu den bedeutendsten Renaissance-Schlössern Bayerns und war über Jahrhunderte Residenz des Herzogtums Pfalz-Neuburg. Die Ursprünge der Anlage reichen bis in die Römerzeit zurück. Im Frühmittelalter entstand hier eine Burg der Agilolfinger, die später in den Besitz der Wittelsbacher überging. Nach dem Landshuter Erbfolgekrieg wurde Neuburg 1505 Residenzstadt des neu gegründeten Herzogtums Pfalz-Neuburg.
Besonders prägend war die Regierungszeit des Pfalzgrafen Ottheinrich, der ab 1527 die mittelalterliche Burg zu einem prachtvollen Renaissance-Schloss umbauen ließ. Dabei entstanden repräsentative Wohnräume, große Säle und kunstvoll gestaltete Hoffassaden. Das Schloss gilt heute als eines der wichtigsten Renaissancebauwerke Deutschlands.
Von herausragender Bedeutung ist die Schlosskapelle mit ihren einzigartigen Fresken des Malers Hans Bocksberger der Ältere. Sie besitzt eines der frühesten vollständig erhaltenen protestantischen Bildprogramme weltweit und wurde 1543 im evangelischen Geist geweiht. Die Kapelle zählt zu den ältesten protestantischen Kirchenräumen überhaupt.
Im 17. Jahrhundert erhielt der Ostflügel unter Philipp Wilhelm barocke Erweiterungen mit markanten Rundtürmen. Später diente das Schloss zeitweise als Lazarett, Kaserne und Archivstandort. Heute beherbergt die restaurierte Anlage mehrere Museen, darunter das Schlossmuseum, die Staatsgalerie mit flämischer Barockmalerei sowie archäologische Sammlungen. Der prachtvolle Innenhof mit seinen Sgraffiti und historischen Sälen macht Schloss Neuburg zu einem der eindrucksvollsten Kulturdenkmäler Bayerns.