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Burg Trausnitz (Landshut)

RegierungsbezirkNiederbayern
LandkreisLandshut (Stadt)
Ort 84036 Landshut
Wikipedia Burg_Trausnitz
Internet http://burgenseite.de/html/landshut.html
Suchbegriffe Burg Trausnitz
Beschreibung

Die Burg Trausnitz in Landshut gehört zu den bedeutendsten historischen Anlagen Bayerns und wurde im Jahr 1204 von Herzog Ludwig I., dem Kelheimer, gegründet. Sie diente ursprünglich als Schutz- und Verwaltungszentrum und entwickelte sich rasch zu einer wichtigen Residenz der Wittelsbacher. Bereits im 13. Jahrhundert war die Burg weitgehend fertiggestellt und spielte eine zentrale Rolle in Politik und Kultur, unter anderem als Aufenthaltsort berühmter Minnesänger. 

Zwischen 1255 und 1503 war die Burg Hauptresidenz der Herzöge von Niederbayern bzw. Bayern-Landshut und erlebte in dieser Zeit ihre größte Blüte.   Im Spätmittelalter wurde sie stark ausgebaut, während sie im 16. Jahrhundert unter Herzog Ludwig X. und später unter Wilhelm V. zu einem repräsentativen Renaissanceschloss umgestaltet wurde. Besonders prägend sind die italienisch beeinflussten Arkaden sowie die berühmte „Narrentreppe“ mit Fresken. 

Historisch bedeutsam ist auch die Gefangenschaft des Habsburgers Friedrich des Schönen nach der Schlacht von 1322, die die Burg kurzzeitig ins Zentrum europäischer Machtpolitik rückte.   Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage befestigt, verlor jedoch später an politischer Bedeutung und diente zeitweise als Kaserne, Gefängnis und Archiv. 

Ein schwerer Einschnitt war ein Brand im Jahr 1961, bei dem große Teile der Innenausstattung zerstört wurden.   Heute ist die Burg restauriert und beherbergt unter anderem ein Museum, darunter die Kunst- und Wunderkammer.

Insgesamt spiegelt die Burg Trausnitz die wechselvolle Geschichte Bayerns wider – von mittelalterlicher Machtzentrale über Renaissance-Residenz bis hin zum kulturellen Denkmal der Gegenwart.

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