| Regierungsbezirk | Niederbayern |
|---|---|
| Landkreis | Landshut (Stadt) |
| Ort | Landshut |
| Wikipedia | St._Ignatius_(Landshut) |
| Suchbegriffe | Jesuiten |
Beschreibung
Die Kirche St. Ignatius in Landshut ist eine ehemalige Jesuitenkirche und ein bedeutender barocker Sakralbau der Stadt. Ihre Entstehung geht auf eine Stiftung der Gräfin Magdalena von Haunsperg in den Jahren 1627/28 zurück, die die Gründung eines Jesuitenkollegs ermöglichte. Die Entscheidung für den Standort Landshut traf Herzog Maximilian I.
Mit dem Bau der Kirche wurde 1631 begonnen. Als Baumeister gilt der Jesuitenbruder Johannes Holl, dessen Werk stark von der Architektur der Jesuitenkirchen beeinflusst ist. Trotz der schwierigen Bedingungen während des Dreißigjährigen Krieges – insbesondere durch schwedische Truppen – wurde der Bau relativ rasch vorangetrieben. Bereits 1640 konnte die Kirche geweiht werden, auch wenn der Innenausbau noch einige Zeit in Anspruch nahm.
Die Kirche ist als einschiffiger Bau mit Seitenkapellen gestaltet und zeichnet sich durch eine klare Raumwirkung und gute Lichtführung aus. Der Innenraum wurde unter anderem vom Wessobrunner Stuckateur Matthias Schmuzer reich ausgestaltet. Die Altäre entstanden teilweise erst in den 1660er Jahren.
Besonderheiten sind die ungewöhnliche Ausrichtung des Altares nach Westen sowie der ursprünglich geplante, jedoch nie vollendete Turm. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurden die Bauarbeiten vollständig abgeschlossen.
Im Laufe der Zeit wurde die Kirche mehrfach renoviert. Aufgrund von Fundamentproblemen war sie zeitweise gefährdet, konnte jedoch durch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen bis 2015 gesichert werden. Heute ist St. Ignatius ein wichtiges kulturhistorisches Denkmal und Zeugnis der Jesuitenarchitektur in Bayern.