Zum Inhalt springen

St. Jodok (Landshut)

RegierungsbezirkNiederbayern
LandkreisLandshut (Stadt)
Ort Landshut
StraßeFreyung
Wikipedia St._Jodok_(Landshut)
Beschreibung

Die Pfarrkirche St. Jodok in Landshut gehört zu den bedeutenden gotischen Backsteinkirchen der Stadt und ist nach St. Martin die zweitälteste Pfarrkirche. Ihr Bau wurde 1338 von Herzog Heinrich XIV. im neu angelegten Stadtteil Freyung begonnen und zog sich bis etwa 1480 hin. Dadurch vereint das Gebäude verschiedene Entwicklungsphasen der Gotik in Niederbayern. 

St. Jodok nimmt eine ungewöhnliche städtebauliche Stellung ein: Sie steht frei inmitten eines Platzes, was für mittelalterliche Kirchen in Bayern selten ist. Ursprünglich war sie von einem Friedhof umgeben, der später in einen parkartigen Platz umgewandelt wurde. 

Die Kirche wurde 1369 zur Pfarrkirche erhoben und bildete damit neben St. Martin eine zweite wichtige Pfarrei in Landshut. Architektonisch handelt es sich um eine große dreischiffige Basilika mit markantem Turm und weitläufigem Innenraum. 

Im Laufe der Jahrhunderte erlitt das Bauwerk Schäden, etwa durch einen Brand im Jahr 1403, und wurde mehrfach erweitert und umgestaltet. Die heutige Innenausstattung stammt überwiegend aus der neugotischen Erneuerung des 19. Jahrhunderts. 

Benannt ist die Kirche nach dem heiligen Jodok, einem Einsiedler des 7. Jahrhunderts. Insgesamt gilt St. Jodok als wichtiges Zeugnis der mittelalterlichen Stadtentwicklung und der Backsteingotik in Bayern.